Wuppertal. Viele Schüler wissen nicht, wie es nach der zehnten Klasse für sie weitergeht. Oft wird von Lehrern, Eltern und auch den Schülern selbst die Frage gestellt: Was nun?

Jeder betroffene Schüler überlegt, was für Vorstellungen er von seinem weiteren Schulbesuch oder welche Ideen er für eine Ausbildung hat.

Die meisten Gesamtschüler fragen sich allerdings zu allererst, ob ihre Noten nach der zehnten Klasse ausreichen, um auf der Schule zu bleiben und die gymnasiale Oberstufe zu besuchen. Das ist verständlich, weil man seine eigene Schule gut kennt und sich dort meist auch wohlfühlt, weil man mit Klassenkameraden weiter zusammenbleiben möchte und weil man vielleicht noch Zeit braucht, um sich für einen Beruf oder eine berufliche Richtung zu entscheiden.

Viele Schüler, die gerne in die gymnasiale Oberstufe möchten, haben aber nicht sicher die Voraussetzungen dafür. Besonders oft deshalb, weil es in der zehnten Klasse zentrale Prüfungen gibt, von deren Ergebnis es abhängt, ob man den ersehnten Notenschnitt schafft.

Wenn man einen Beruf wählen möchte, für den man ein Studium braucht, gibt es aber noch viele andere Wege als die gymnasiale Oberstufe, das Abitur oder das Fachabitur zu erreichen. Dazu sollte man allerdings in der zehnten Klasse schon soweit sein mit seiner beruflichen Orientierung, dass man seine Interessen und Fähigkeiten kennt. Dann kann man auch ohne Qualifikationsvermerk auf dem Abgangszeugnis eine Fachoberschule besuchen und dort sein Fachabitur machen.

In der Gesamtschule Else Lasker-Schüler lädt das Berufsorientierungsbüro jedes Jahr einige Wochen vor den Anmeldeterminen an den Fachoberschulen Lehrer und Schüler der verschiedenen Berufs- und Fachoberschulen in Wuppertal und Umgebung ein, um den Schülern aus den zehnten Klassen die Bildungsangebote an ihren Schulen vorzustellen.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es gut war meine Zeit dafür zu nutzen, die einzelnen Berufsschulen kennenzulernen. Viele Schüler, die die Veranstaltungen nicht besucht haben, bereuen es. Denn sie müssen sich jetzt online bei einem Berufskolleg anmelden und wissen nicht, was für sie das beste ist. Sie entscheiden dann danach, wo vielleicht ein Freund hingeht und werden dann vielleicht schlechte Noten oder einen schlechten Abschluss bekommen.

Das Beste, was uns Schülern aus dem zehnten Jahrgang passieren kann ist, dass nicht wir in die einzelnen Berufsschulen gehen müssen, sondern dass sie uns „in Haus“ kommen und etwas darüber erzählen, welche beruflichen und fachlichen Schwerpunkte sie anbieten.

Alles in Allem denke ich, dass man sich Zeit nehmen muss, um so viele Berufsschulen wie möglich kennenzulernen, denn wenn die Anmeldezeit beginnt, hat man kaum Zeit mehr, die für sich richtige zu finden.

Ich habe meine Fachoberschule gefunden und mich dort auch schon angemeldet.

 

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