Der Blick  auf den Hafen und auf die Mittelmeerinsel Îles d’Hyères.
Der Blick auf den Hafen und auf die Mittelmeerinsel Îles d’Hyères.

Der Blick auf den Hafen und auf die Mittelmeerinsel Îles d’Hyères.

Der Blick auf den Hafen und auf die Mittelmeerinsel Îles d’Hyères.

Wuppertal. Bevor die große Reise mit dem Flugzeug ab an die Côte d’Azur losgeht, sind wir alle sehr aufgeregt, da wir alle schon unsere Austauschpartner kennen, aber die Familien kennen wir nicht.

Als wir nun dann nach ca. 5-6 Stunden in La Seyne Sur Mer ankommen, sind noch gar nicht alle Eltern da. Nach und nach trudeln sie ein und endlich lernt man seine Familie kennen. Sie haben viel geplant und so geht es bei strahlender Abendsonne erst einmal zum Strand, wo alle Jugendlichen zusammen ein Picknick machen. Es ist alles so unwirklich: Am Morgen ist man noch im verregneten Eindhoven mit riesigem Spaß abgeflogen, nun sitzt man bei super Sonne am Strand in Frankreich.

Dann als es langsam dunkel wird, ruft Rémi, mein Austauschschüler, seine Eltern an, weil in Frankreich alle Kinder generell von ihren Eltern so gut wie immer abgeholt werden. Das ist normal. Der Vater holt uns ab und wir sind schnell bei Rémi zu Hause angekommen. Später im Haus werde ich zuerst von mehreren Katzen begrüßt, zum Glück nicht von einem Hund.

Die zwei süßen Geschwister von Rémi, Zwillinge von zehn Jahren, sind leider krank, doch sie begrüßen mich neugierig im Schlafanzug. Ich hatte mir ein großes Haus vorgestellt, für eine Familie mit drei Kindern, doch es ist eher klein.

Ich folge meiner Gastmutter in mein Zimmer und sie haben mir das Bad überlassen und eine kleine Schlafcoach bereitgestellt. Das ist einerseits gut, da ich mich nicht im Bad der Eltern waschen muss. Andererseits ist alles etwas eng, aber es klappt. So, der erste Tag ist schon mal gut verlaufen.

Die nächsten Tage sind nun verplant und wir kommen an einem Freitag an, also liegt erst einmal das Wochenende in der Familie vor uns. Sie zeigen mir die Gegend und wir treffen uns mit Rémi’s Freund Ronan und meiner Klassenkameradin Lisa. Jeden Tag tauschen wir uns aus, wie die Familie ist und was nicht so gut ist.

Wir fahren auf die Mittelmeerinsel Îles d’Hyères, wo wir den halben Tag in Gruppen die Insel erkunden. In Marseille erleben wir eine mehr oder weniger spannende Stadtführung. Bei vielen Ausflügen sind die Franzosen gar nicht dabei. Sie müssen in die Schule gehen.

Wir besuchen ein eher langweiliges Marinemuseum in Toulon. Auch gehen wir in die Schule von Rémi, die ganz anders ist als in Deutschland. Der Unterricht endet spätestens um halb sechs abends und die Lehrer sind viel strenger als bei uns. Einmal die Hausaufgaben nicht gemacht und es wird eine Sechs aufgeschrieben!

Nach einer Woche haben wir viel erlebt und können viel besser Französisch sprechen. Wir sind gut erholt, fliegen mit vielen Fotos nach Hause und unterhalten uns alle über den Austausch. Wir hoffen bald wieder nach La Seyne Sur Mer zu reisen.

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