Langzeitarbeitslosigkeit - Fachkräfte führen Langzeitarbeitslose zurück an den Arbeitsmarkt.

Wuppertal. Die GESA (gemeinnützige Gesellschaft für Entsorgung, Sanierung und Ausbildung mbH) richtet sich an Langzeitarbeitslose ohne Schul- und Ausbildungsabschluss, an von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen und gilt als Anlaufstelle für Jugendliche zur Beratung zum Thema Ausbildung.

Die gemeinnützige GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, Arbeitslose durch verschiedene Projekte wieder an einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen. Eines dieser Projekte ist der Holzenergiehof.

Unter fachlicher Anleitung wird in städtischen und privaten Forsten der Umgebung Bruch- und Kronenholz eingesammelt und weiterverarbeitet. So können Holzhackschnitzel und Brennholz aus Eigenproduktion, sowie Holzpellets und Holzbriketts verkauft werden. "Bei diesem in der Bundesrepublik einzigartigen Ökosozialprojekt werden rund 200 zuvor Langzeitarbeitslose beschäftigt", berichtet die Kaufmännische Leitung, Marion Nows.

Der Elektrorecyclinghof der GESA ist eine Annahmestelle für Elektrogeräte, die entsorgt oder zu Gebrauchtgeräten weiterverarbeitet werden. Dieser Meisterbetrieb beschäftigt rund 120 Menschen.


In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Mittlere Wupper, dem Umweltressort und dem Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal werden die Grünflächen der Hardt, sowie über 100 Naturräume von ungefähr 65 Arbeitslosen von Müll befreit und weitere Pflegemaßnahmen eingeleitet, z.B. Laub kehren. Ein ebenfalls einzigartiges Projekt war der Umbau der Kreuzkirche Langerfeld zu mehreren Wohnungen.

Jeder Langzeitarbeitslose wird durch einen Fallmanager unterstützt. Er berät durch Gespräche und dient als Lotse zwischen Fachdiensten und Beratungsstellen.

Ausbildung und Berufsorientierung für Jugendliche
Die GESA betreut auch Jugendliche und gibt Orientierungshilfe bei der Ausbildungs- und Jobsuche. Sie selbst bildet in den Gebieten Bauten- und Objektbeschichtung, Elektrik, Malerarbeit und in der kaufmännischen Abteilung aus.

Für junge Menschen ab 25 Jahren, gibt es das Projekt CAP-i-TAL (Cooperation AusbildungsProjekte im Tal), welches die GESA im Auftrag der ARGE Wuppertal durchführt. "Hier bekommen Langzeitarbeitslose und Auszubildende einen Einblick in verschiedene Berufsbilder und können dann auf der Grundlage ihrer Erfahrungen leichter eine Berufswahlentscheidung treffen." sagt Nows.

Außerdem werden im Rahmen des Projektes EDV-Grundkenntnisse vermittelt und die jungen Leute auf Einstellungstests vorbereitet. Auch in dem Internetcafé "net-C-enter" wird das formal einwandfreie Verfassen eines Bewerbungsschreibens und das angemessene Auftreten bei Vorstellungsgesprächen trainiert.

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