Er hieß Che Guevara, eigentlich Ernesto Guevara de la Serna und ist in Rosario, der drittgrößten Stadt Argentiniens geboren worden. Er war ein Revolutionär, das heißt in seinem Falle ein Freiheitskämpfer. Aber ein Politiker war er auch.

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Che Guevara als Bildnis in einer Ausstellung in La Paz.

Che Guevara als Bildnis in einer Ausstellung in La Paz.

Reuters

Che Guevara als Bildnis in einer Ausstellung in La Paz.

Ernesto Guevara studierte Medizin in Buenos Aires. Seine Meinung als junger Mann war, dass man nur mit Gewalt Südamerika aus der Unterdrückung durch Nordamerika befreien könne.

1954, da war er gerade mal 26 Jahre alt, ging er nach Mexiko und schloss sich den Exilrevolutionären an, dort lernte er Fidel Castro kennen und die beiden Männer wurden gute Freunde.

Sie hatten gleiche Ziele und kämpften gegen den kubanischen Diktator Batista, der von den USA unterstützt worden war. Sie hatten Erfolg. 1959 kam Fidel Castro an die Spitze des Staates Kuba und Che unterstützte ihn, indem er Präsident der Nationalbank und später Innenminister wurde.

Che hatte viele Seiten. Er war sehr stark politisch engagiert und ein großer Gegner der DritteWeltPolitik der Vereinigten Staaten vom Amerika, denen er nachsagte, dass sie aus den armen Ländern Südamerikas die Rohstoffe nehmen und die Armut aufrechterhalten wollten. So verlagerte er seine Aktivitäten später auch noch nach Afrika und nach Bolivien.

Che Guevara war der Meinung, dass es keine Armen und Reichen geben sollte, aber er war nicht der Meinung, dass alle Menschen völlig gleich seien. Für manche Menschen damals und auch heute gibt es nur diese zwei Wege.

Che suchte einen dritten Weg. Einen Weg unabhängig von Amerika und Russland.

Er versuchte, so zu leben, wie er es sich für alle vorstellen konnte -ohne Vorrechte. Er hat sich regelmäßig an freiwilligen Arbeitseinsätzen beteiligt, er hatte keine großen Ansprüche für sein Leben, gleichgültig, wo er gerade war. Er hat sich in vielen Ländern für seine Ziele engagiert. Er hat auch mit Waffengewalt gekämpft dafür.

Er ist 1967, mit neununddreißig Jahren in Bolivien von Soldaten des bolivianischen Militärs erschossen worden. Er kam aus einer wohlhabenden Familie, er hätte nicht so ein Leben führen müssen, wie er es getan hat. Er hat sein Leben früh verloren. Was hat er erreicht. Er hat Frau und Kind hinterlassen. In Kuba sind immer noch ähnliche Zustände im Staat, wie sie waren, als er damals das Land verließ. Südamerika ist unabhängiger von der westlichen Wirtschaft geworden. Aus der dritten Welt werden immer noch Rohstoffe genommen und die Menschen dort sind immer noch arm.

Und Che Guevara hat doch etwas erreicht. Viele Menschen haben große Hochachtung davor, dass er sein Leben für die Verbesserung der Lebensumstände anderer eingesetzt hat. Sie denken darüber nach, wie man das erreichen kann, was das Ziel von Che war. Ich gehöre auch zu diesen Menschen und ich möchte einmal nach Kuba fahren, nach Santa Clara, wo er beigesetzt ist.

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