Der Schneefall in Wuppertal und Umgebung hindert sowohl Autofahrer als auch Fußgänger am rechtzeitigen Ankommen am gewünschten Ort.

Verschneite Straßen machen die Situation kompliziert.
Verschneite Straßen machen die Situation kompliziert.

Verschneite Straßen machen die Situation kompliziert.

Verschneite Straßen machen die Situation kompliziert.

Wuppertal. Der Schnee treibt mit dem Wind durch die Straßen und lässt sich schließlich leise auf den schon weißen Wegen nieder. Die Straßen sind menschenleer, Autos selten und die wenigen fahrenden Busse mit Schülern wie uns überfüllt. Das Schneetreiben hat kein Ende und man zwinkert mit den Augen. Es ist schwer, noch etwas zu erkennen.

Der Stadtteil Dönberg ist von der restlichen Welt mit öffentlichen Ver-kehrsmitteln nicht mehr zu erreichen. Dennoch warten die Menschen an den Bushaltestellen in der Hoffnung auf einen Bus, der dem Wetter trotzt.

Die Taxizentrale ist ständig besetzt. Vollbesetzte Taxen versuchen, den Berg hochzufahren.

In dieser Situation sehen es einige als einzige Möglichkeit, den Dönberg zu verlassen, indem sie zu Fuß die sich in den Straßen türmenden Schneemassen zu bewältigen und so zur nächsten, befahrenen Hauptstraße zu gelangen. Die Bushaltestelle "Raukamp Schleife" ist der nächste Hoffnungsschimmer.

Andere werden von Bekannten, die das Risiko eingehen und es mit dem Auto versuchen, an der Haltestelle aufgegabelt. Manchmal bieten diese auch Unbekannten freie Plätze in ihrem Auto an, sodass auch wir schließlich vorwärts kommen.

Die restlichen Wartenden bleiben resigniert zurück und rufen zum Beispiel die WSW an, um sich nach fahrenden Bussen zu erkundigen und die Informationen weiterzugeben, was wiederum zu kleinen Smalltalks unter Gleichgesinnten führt.

Mit dem Auto bewegt man sich nur langsam vorwärts. Dennoch schaffen wir die Strecke vom Dönberg zur Elberfelder Innenstadt in einer knappen halben Stunde, was angesichts der Wetterlage Rekordzeit ist!

Schnell bedankt man sich und dann geht es zu Fuß weiter, was in unserem Fall nur 15 Minuten beansprucht. Man freut sich über die erfolgreiche Ankunft in der Schule und tauscht die interessantesten Geschichten über den Weg aus.

Beim Hinausschauen aus dem Fenster beginnt man jedoch, an der Rückkehr nach Hause zu zweifeln, da es immer noch kräftige, große Flocken schneit. Um ca. 12 Uhr heißt es zusätzlich, dass die WSW den Busverkehr einstellen werde.

Glücklicherweise werden wir entlassen, dürfen schnellstmöglich den Heimweg antreten und mit den letzten, völlig überfüllten Bussen fahren. Bis zu "Raukamp Schleife" gelingt das Ganze auch ganz gut, doch von dort aus ist ein Fußmarsch unumgänglich, und so kämpfen wir uns den Dönberg hinauf.

Nach mehr als 30 Minuten zügigen Gangs kommen wir eingefroren zu Hause an und hoffen auf einen angenehmeren nächsten Tag mit hoffentlich weniger Wind, Eis und Schnee!

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