Wuppertal. Neben unserer Schule ist eine Bäckerei. Die hat schon morgens vor Schulbeginn geöffnet und dann den ganzen Tag über, während wir in der Schule sind.
Ich habe mich schon lange gefragt, wieso man als Schüler der Sekundarstufe I nicht aus der Schule zum Bäcker gehen sollte, deswegen habe ich mich über die Hintergründe dieses Verbotes erkundigt.

Dazu habe ich Lehrer und Mitschüler befragt. Wenn man zum Bäcker geht, verlässt man das Schulgelände. Und wenn man dort nicht vorbei muss, um nach Hause zu gelangen, ist man nicht versichert. Das bedeutet: falls es zu einem Unfall kommt, haftet die Schule nicht.

Wenn es diese Regelung nicht gäbe und der Gang zum Bäcker erlaubt wäre, würden viele Schüler zum Bäcker gehen, das aber würde bedeuten, dass auch manche auf der Straße stehen müssten, weil der Bürgersteig vor der Bäckerei so schmal und das Ladenlokal so klein ist. Das erhöht die Unfallgefahr.

Als Alternative bietet die Schule in der Mensa am Kiosk belegte Brötchen zum Frühstück an, damit die Schüler etwas zu essen bekommen, wenn sie von zu Hause nichts mitgenommen haben. In der Mensa gibt es auch Mittagessen. Es ist also gewährleistet, dass Schüler der Schule etwas zu essen bekommen. Und die Portionen sind auch so groß, dass man satt wird.

Natürlich gibt es aber auch einige Gründe, die dafür sprechen zum Bäcker zu gehen. So gibt es am Schulkiosk nicht so viel Auswahl wie beim Bäcker gegenüber. Und meist ist auch dort die Warteschlange lang. Manchmal gehen die Lebensmittel vom Schulkiosk auch schnell aus.

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