Willich. Dass die Abiturienten nach zwölf Schuljahren anstatt nach dreizehn Abitur machen, klingt zuerst gut. Schüler können dann früher ein Studium oder eine Ausbildung beginnen.

Doch es gibt auch Nachteile: In den meisten Schulen wird der gesamte Unterrichtsstoff aus 13 in zwölf Jahren durchgenommen. Die Schüler werden überanstrengt und kommen nicht mit dem Stoff mit. Es muss Nachmittagsunterricht eingeführt werden.

Das ist auf manchen Schulen nicht möglich, sodass wichtige Fächer gekürzt werden müssen. So haben wir zum Beispiel in Mathe und Deutsch noch vier Wochenstunden, aber in Englisch und Latein nur drei.

Außerdem hat man nach dem Nachmittagsunterricht weniger Zeit für Hobbys und sonstige außerschulische Aktivitäten, da man nach dem Unterricht bis in den Abend Hausaufgaben machen muss.

Generell ist die Umstellung auf G8 keine schlechte Idee, doch sie hätte besser durchdacht werden sollen. Zum Beispiel hätte man die Lehrpläne und die Schulbücher besser anpassen sollen. Wir finden, dass es wieder Abitur nach 13 Jahren geben sollte, denn dann hat man mehr Zeit, um alles zu lernen und kann auch noch individuell gefördert werden.

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