Aber nicht, wenn das Schulsystem darunter leidet

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Das "Whiteboard" kann auch als Projektionsfläche genutzt werden. Archiv

Das "Whiteboard" kann auch als Projektionsfläche genutzt werden. Archiv

Stefan Fries

Das "Whiteboard" kann auch als Projektionsfläche genutzt werden. Archiv

Willich. Veränderungen in und an der Schule gibt es momentan genug. Immer öfter wird diskutiert, ob Stift und Heft durch einen Laptop ersetzt werden sollten oder man Tafeln nicht lieber gegen so genannte Whiteboards eintauschen müsste. Technik, die den Schüler nicht einmal unwillkommen ist.

"Die Schule der Zukunft", eine Zusammenführung aller weiterführenden Schulen, ähnlich der amerikanischen High School, spricht dagegen kaum noch jemanden an. Denn diese auf den ersten Blick gute Idee hat seine Schwachstellen.

Das Grundkonzept ist, die sozialen Unterschiede, die z.B. zwischen einer Hauptschule und einem Gymnasium bestehen, zu verringern oder zu schließen. Das Gegenteil wird meiner Meinung nach jedoch erreicht, leistungsstärkere Schüler müssten die leistungsschwächeren "tragen" und würden unter dem langsamen Tempo, das man zwingend fahren müsste, leiden.

Eine Veränderung, die die Schule als Lösung sozialer Probleme missbrauchen und dies nicht einmal schaffen würde. Eine Veränderung, die Vorteile bringen sollte, aber es nicht tut. Vorteile, gegenüber welchen Nachteilen?

Das Schulmodell, wie es jetzt ist, mit vier Wahlmöglichkeiten, finde ich persönlich gut. Die verschiedenen Schulen gehen auf die Lernstärke und Menge an Lernstoff gut ein. Auf persönliche Interessen kann in AGs eingegangen werden, von Schule zu Schule anders und auf das Lernverhalten von uns Schülern angepasst.

Sicherlich können die sozialen Unterschiede immer wieder zu Problemen führen, aber ich denke nicht, dass das Schulsystem die richtige Lösung wäre, wenn es darunter leiden müsste.

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