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"Ritzen" ist meist ein Anzeichen dafür, dass der Betroffene Probleme hat. Archiv

"Ritzen" ist meist ein Anzeichen dafür, dass der Betroffene Probleme hat. Archiv

dpa

"Ritzen" ist meist ein Anzeichen dafür, dass der Betroffene Probleme hat. Archiv

Velbert. Immer häufiger beschäftigen sich viele Leute mit dem Thema Ritzen. Die Betroffenen sind zu 90 Prozent Frauen und Mädchen im Alter von zwölf bis 20 Jahren.

Der Grund des Ritzens sind Depressionen, die zum Beispiel durch schwierige Familienverhältnisse oder schulische Probleme entstehen können. Viele machen es das erste Mal in der Pubertät, da sie denken, dass es ihnen eine Erleichterung verschafft.

Sie versuchen, emotionalen Schmerz, der zum Beispiel durch einen Todesfall in der Familie verursacht wurde, durch den körperlichen Schmerz zu lindern. Diesen versuchen die betroffenen Personen mit Hilfe von Selbstverletzung zu erzeugen oder mit dem emotionalen Schmerz gleichzustellen.

Meistens führt es zur Sucht, die für die meisten ein Teufelskreis ist, weil die Probleme durch das Ritzen nicht gelöst werden, sondern nur für kurze Ablenkungen sorgen. Es fällt vielen schwer, davon wieder los zu kommen, dadurch ist die Behandlung auch sehr kompliziert und langwierig.

Die Betroffenen müssen zuerst lernen, ihre Gefühle auszudrücken. Dieses kann durch Malen, Tanzen oder Schreien passieren. Helfen kann auch Sport bis zur Erschöpfung oder Verantwortung durch ein Tier zu übernehmen.

Nicht nur der Betroffene selbst muss sich mit diesem Thema auseinander setzen, sondern auch sein Umfeld. Dieses sollte ihn ganz normal in den Alltag integrieren und warten, bis er bereit ist, sich zu öffnen.

Außerdem sollten das Umfeld und der Betroffene gemeinsame Ziele vor Augen haben um diese zusammen verwirklichen zu können. Für Süchtige besteht unter anderem auch die Option, sich an Beratungsstellen zu wenden. Wie lange so eine Behandlung dauern kann, hängt von dem Betroffenen selbst ab.

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