Monheim. Nie mehr Brötchen, Brot, Pizza und Nudeln, heißt es für meine Schwester. Schon zehn Gramm Getreide, wie Weizen und Roggen, kann ihre Gesundheit sehr schädigen.

So wie ihr geht es jedem 7. Mensch in Deutschland. Diese Stoffwechselerkrankung nennt man Zöliakie. Diese Menschen müssen eine strenge Diät einhalten. Für sie heißt es, nie mehr Getreide oder andere glutenhaltige Lebensmittel zu essen, ohne schwer krank zu werden. Doch dies ist gar nicht so einfach, denn es gibt nur wenige Lebensmittel, die sie verzehren können.

Nebenbei kostet alleine eine Packung Nudeln das 3 bis 4 Fache wie die üblichen. Der Staat gibt Hartz-IV-Empfängern 66 Euro für Lebensmittel, allerdings unter der Bedingung, die Diät streng einzuhalten, dazu.

Doch das schaffen diese Menschen mit so "wenig" Geld oft nicht. Somit haben sie das nächste Problem, denn das Geld wird nicht mehr bezahlt. Normale Verdiener bekommen in Deutschland nichts.

In England jedoch unterstützt die Krankenversicherung diese Stoffwechselerkrankung finanziell. Wenn bei uns jemand alkoholkrank ist, wofür derjenige selbstverantwortlich ist, zahlt in Deutschland die Krankenkasse. Doch für Zöliakie, wofür die Betroffenen nichts können, zahlt der Staat nichts. Das ist unfair!", meint die Zöliakie-Betroffene Pia W. (Zehn Jahre).

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