wza_500x333_613565.jpg
Twirling-Künstlerin Ute Zengerle begeistert mit ihren Fertigkeiten.

Twirling-Künstlerin Ute Zengerle begeistert mit ihren Fertigkeiten.

Archiv

Twirling-Künstlerin Ute Zengerle begeistert mit ihren Fertigkeiten.

Krefeld. Das Twirlen zu beschreiben ist möglich, aber eigentlich muss man es einmal gesehen, besser noch: selbst ausprobiert haben, um wirklich darüber sprechen zu können.

Das exakte Wirbeln, Werfen, Fangen und Schleudern des Stabes und die ebenso exakten Schritt- oder Sprungkombinationen des Sportlers oder des Teams zu moderner Musik oder Marschklängen werden zu einem echten Erlebnis.

Das Twirlen oder Wirbeln ist eine in Deutschland seit ca. 1980 anerkannte Sportart, bei der ein Metallstab im Rhythmus zur Musik und im Einklang mit sportlich tänzerischen oder akrobatischen Bewegungen herumgewirbelt wird.

Nicht nur Mädchen, auch Jungen betreiben den Sport, der ursprünglich aus den USA kommt. Er entwickelte sich aus den tänzerischen Einlagen bei Umzügen und Paraden, bei denen die Majoretten mit Stäben jonglierend im Takt zur Musik liefen.

Einigen dürfte da das Video der Gruppe "Fettes Brot" mit dem Titel "Lass die Finger von Emanuela" gleich in den Sinn kommen.

Das moderne Twirling aber stellt sich ein wenig anders dar. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob die Twirler den Stab, auch Baton genannt, lediglich jonglierten. Doch es steckt mehr dahinter: der 90 bis 110 Zentimeter lange Stab wird nicht nur hoch geschleudert und aufgefangen, sondern auch bei speziellen Hand- und Schrittkombinationen gedreht und balanciert.

Tänzerische, turnerische und akrobatische Einlagen des Sportlers verlangen vom Majoretten neben körperlicher Fitness und Konzentration auch eine hohe Musikalität und fügen die Darbietung zu einem sehenswerten Erlebnis zusammen.

Alljährlich gibt es verschiedene Meisterschaften, bei denen die Majoretten aus verschiedenen Vereinen in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander antreten. So gibt es klassische Tänze wie zum Beispiel den Standard- Tanz, bei dem in Uniform getanzt wird, aber auch Solos, Duos und Quattros.

Die Bewertung erfolgt nach Ausstrahlung, Fehlern und Können. Die besten drei Tänze in jeder Kategorie werden mit Pokalen oder Medaillen ausgezeichnet.

In Amerika wird die Sportart bereits an Schulen unterrichtet. Bei uns ist das Twirlen oder Wirbeln noch eine eher unbekanntere Sportart, die aber immer beliebter bei jungen Leuten wird.

In Krefeld können Interessierte gleich in mehreren Tanzsportvereinen das Twirlen erlernen, zum Beispiel im Ersten Majorettencorps Krefeld. Dort finden sich begeisterte Anhänger dieser Sportart, die sich über Zuwachs jederzeit freuen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer