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Marylin Mickerts und Laura Cacciatore haben eine Ausbildung zum Sporthelfer absolviert.

Marylin Mickerts und Laura Cacciatore haben eine Ausbildung zum Sporthelfer absolviert.

Marylin Mickerts und Laura Cacciatore haben eine Ausbildung zum Sporthelfer absolviert.

Krefeld. Eigentlich könnten sie sehr stolz auf das Erreichte sein, doch eher bescheiden berichten Marylin Mickerts und Laura Cacciatore von ihrem sportlichen Erfolg. Die beiden schlanken, aufgeschlossenen 14-Jährigen sind Klassenkameradinnen und Freundinnen aus der 9c der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule.

Bereits in den Sommerferien haben die beiden den Lehrgang zum Übungsleiterhelfer bzw. Sporthelfer begonnen und nach zehn Hospitationsstunden und mehreren aktiven Übungsstunden halten sie jetzt endlich das erfolgreich abgeschlossene Zertifikat in der Hand.

"Die Ausbildung hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben eine ganze Reihe neuer Erfahrungen in Theorie und Praxis gesammelt. Außerdem haben wir viele nette Leute getroffen", berichtet Marylin. "Es hat sich wirklich gelohnt", ergänzt Laura, "wir können jetzt unser fachliches Wissen anwenden und dürfen selbst Sportangebote organisieren und durchführen."

Aufmerksam auf diesen Lehrgang für 13 bis 17-jährige Schüler aller Schulen wurden sie durch ihre Klassenlehrerin, die zugleich auch Sport bei ihnen unterrichtet. "Martina Scheller hat uns ganz gezielt angesprochen, weil sie beobachtet hat, dass wir immer gerne das Aufwärmtraining im Sportunterricht übernommen haben."

Zusammen mit 20 anderen Jugendlichen aus ganz Krefeld trafen die Mädchen sich eine ganze Woche lang täglich beim SC Bayer Uerdingen, um den Aufbau von Übungsstunden, Regeln bei der Planung und Durchführung kennen zu lernen und eigene praktische Erfahrungen zu sammeln. "Natürlich haben wir auch etwas über Gefahren im Sport, Sicherheitshinweise, Hilfestellungen und Verletzungsrisiken gelernt. Als Ergänzung wurde uns geraten, einen Erste Hilfe Kurs zu belegen; das werden wir noch tun", erklärt Laura.

Seit dem Sommer übernehmen die Schülerinnen häufig die Einstiegsphasen im Sportunterricht, manchmal auch in anderen Klassen, wenn es in ihren eigenen Stundenplan passt. Sie unterstützen die Sportlehrer und sammeln jede Menge Erfahrung. Ob sie manchmal Probleme haben sich durchzusetzen? Laura winkt selbstbewusst ab: "Nein, unser Unterricht macht Spaß und wenn jemand mal nicht richtig mitzieht, dann können wir ihn motivieren oder ihm erklären, warum er sich jetzt zurückhalten muss." "Wir trauen uns auch jetzt zu, z.B. eine AG zu betreuen oder kleinere Sportevents zu planen und durchzuführen", berichtet Marylin und wippt mit ihrem blonden Pferdeschwanz. "Wir haben viele neue Spielformen kennen gelernt und das quer durch die verschiedenen Sportarten."

Tatsächlich können die beiden jetzt sogar schon ein wenig Geld verdienen mit ihrem neuen Hobby. Schulen mit Ganztagsbetrieb freuen sich über die Unterstützung durch Übungsleiter- und Sporthelfer und auch Vereine setzen die Helfer gerne in den Trainingsstunden im Kinder- und Jugendsport ein. "Die Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit hat mich auch in meinem Wunsch bestärkt, Physiotherapeutin zu werden", verrät Marylin.

Im Februar beginnt sie in diesem Beruf ein Praktikum, um sicher zu gehen, dass diese Ausbildung für sie das Richtige ist. Laura hat sich noch nicht endgültig für einen Beruf entschieden: "Ich sehe mich noch um, ein bisschen Zeit habe ich ja noch", lächelt sie und mit dem Gong der Schule verschwinden beide in die Caféteria, um sich erst einmal vom langen Sitzen und vielen Sprechen zu erholen. Arm in Arm natürlich, Mädchenpower eben!

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