wza_200x128_191944.jpeg
Schutz vor Malaria-Mücken: Stefan Finger auf dem Bett einer Unterkunft in Burkina Faso.

Schutz vor Malaria-Mücken: Stefan Finger auf dem Bett einer Unterkunft in Burkina Faso.

Schutz vor Malaria-Mücken: Stefan Finger auf dem Bett einer Unterkunft in Burkina Faso.

Düsseldorf. Malaria ist die am häufigsten auftretende Tropenkrankheit der Welt. Dennoch sind viele Menschen kaum aufgeklärt über die Gefährlichkeit und Folgen dieser Krankheit.

Circa 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt unter der ständigen Bedrohung, sich daran zu infizieren. Malaria tritt in ungefähr 100 Ländern auf, zu 90 Prozent der Fälle in Afrika südlich der Sahara. Jährlich erkranken zwischen 350 und 500 Millionen Menschen an der tödlichen Krankheit, über eine Millionen Menschen sterben daran. Täglich sterben 3000 Kinder, die jünger als fünf Jahre alt sind, an Malaria.

Die Krankheit wird von der Anophelesmücke übertragen. Durch ihren Stechrüssel führt sie ihren Speichel in ihr Opfer. War bei der Nahrungsaufnahme des Insekts das vorherige Opfer mit Malaria infiziert, reicht die Anopheles die Krankheitserreger weiter, die sich nun in ihrem Speichel befinden.

Es gibt drei besonders bekannte Arten von Malaria: die Malaria Tertiana, die Malaria Quartana und die Malaria Tropica.

Die Malaria Tropica ist die gefährlichste von den drei Spezien, sie ist im schlimmsten Fall sogar tödlich und tritt in den Tropen und Subtropen auf. Die infizierte Person bemerkt die Krankheit manchmal erst vier Wochen nach dem Stich. Die Infektion macht sich bemerkbar durch sehr plötzliche Fieberschübe von unregelmäßiger Dauer und Wiederkehr.

Außerdem leidet die betroffene Person oftmals unter Blutarmut, Nierenversagen und Kreislaufkollaps. Die Malaria Tropica dauert zwischen sieben und dreißig Tagen, in Einzelfällen sogar länger, jedoch endet sie ohne Behandlung nicht selten tödlich. Im Falle des Überlebens kann es zu Rückfällen kommen, mit gleichen Symptomen.

Nun gibt es wirksame Medikamente, die sich jedoch sehr viele Menschen aus finanziellen Gründen nicht leisten können.

Vor allem in der Regenzeit sollte man sich vor Malaria schützen, da die Mücken ihre Eier in Tümpeln ablegen, sodass die Tiere sich explosionsartig vermehren. Man sollte immer unter einem Moskitonetz schlafen, während der Dunkelheit lange Hosen, Oberteile und Strümpfe tragen und sich am ganzen Körper mit Mückenabwehrmittel eincremen.

Bis jetzt wurde allerdings noch kein Impfstoff gegen Malaria, sodass zur Vorbeugung außer der oben genannten Schutzmaßnahmen nur die verfügbaren Antibiotika genutzt werden können.

Doch wie sehr man auch sich versucht zu schützen, es ist kein 100-prozentiger Schutz gewährleistet.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer