Die Mode hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder stark verändert. Jedoch tauchen einige Trends von früher auch heute wieder auf den Laufstegen auf. Ein Blick zurück macht das deutlich.

Düsseldorf. In den 50er Jahren wollte man den Krieg vergessen, weshalb sich die Frauen sehr weiblich und elegant kleideten. Hosen wurden nicht getragen, stattdessen waren weite schwingende Röcke, genannt Petticoats, und schmale wadenlange Bleistiftröcke umso beliebter.

Christian Dior brachte dazu passende, eng anliegende Blusen auf den Markt und der Hüften, Po und Busen betonende Stil verbreitete sich. Typisch für dieses Jahrzehnt waren die Wespentaille und zur Kleidung passende Hüte. Designer bevorzugten Kunstseide, da diese trotz ihres niedrigen Preises glamourös wirkte. Orientiert war diese Mode an den Berühmtheiten Marilyn Monroe und Brigitte Bardot.

Ganz anders in den 60er Jahren: Jetzt kleidete man sich sehr schrill und teilweise knabenhaft. Miniröcke, welche gerne mit Strumpfhosen kombiniert wurden, waren im Trend. Doch auch Trägerröcke und Hosenanzüge galten in diesem Jahrzehnt als chic. Geprägt wurde diese Mode beispielsweise von dem Model Twiggy.

Mit der 68er-Revolte entstand die antibürgerliche Hippiebewegung, die sich durch provokante und auffallende Kleidung auszeichnete. Beliebt waren bunte Schlaghosen und Hosen mit Seitenschlitzen. Die Hippiezeit prägte vor allem die Mode der 70er Jahre.

Man trug Trompetenärmel, Kragen; Krawatte, Reverse und Manschetten. Oft waren die Kleiderstoffe in traditionellen Blümchenmustern und der Häkeloptik gehalten. Man vermischte Kleidung aus einzelnen Kulturen, zum Beispiel indische Kleider mit Cowboystiefeln.

In der Mitte der 70er Jahre entwickelte sich eine andere Protestbewegung, deren Kleidungsstil die Mode bis weit in die 80er Jahre beeinflusste: die Punks. Schwarze, mit Nieten, Reißverschlüssen und Riemen besetzte Lederjacken, enge ausgewaschene Jeans und Netzhemden prägten nun die Modelandschaft.

Typisch für die 80er Jahre waren aber vor allem weite überschnittene Oberteile mit breiten, maskulin wirkenden Schulterpolstern, die mit engen Jeans oder Leggings kombiniert wurden.

In den 90ern dominierte dann stark gemusterte und schrille Kleidung, zuweilen auch der blau-weiße Marinelook. Beliebt waren ebenfalls leichte, luftige Kleider nach dem Motto: je kürzer, desto besser. Man zog sich gerne im Partnerlook an und trug großen, auffallenden Schmuck. Im Winter kamen Norwegerpullis mit dazu passenden Handschuhen, Schals und Mützen in Mode.

Mit der Jahrtausendwende fiel dann der Blick zurück: Der Retro-Look fand Einzug in die Modewelt der 2000er Jahre – viele alte Trends erschienen in neuem Gewand. Doch insgesamt trug jeder das – ob retro oder neu –, was ihm gefiel: vom Hip-Hop-Look bis zum Boho Chic, von Flowerpower-Prints bis zum Marinelook. Dies zeigte auch die Jeansmode: ob hoch- , ob tief geschnitten, schmal oder weit, mit oder ohne Schlag – alles war erlaubt. Bleibt abzuwarten, was uns das nächste Jahrzehnt an „innovativen“ Trends bringt.

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