"Wer mit zu vielen Jungen rummacht, ist billig!" - Oft sind es Mädchen, die sich mit solchen Lästereien gegenseitig das Leben schwermachen.
"Wer mit zu vielen Jungen rummacht, ist billig!" - Oft sind es Mädchen, die sich mit solchen Lästereien gegenseitig das Leben schwermachen.

"Wer mit zu vielen Jungen rummacht, ist billig!" - Oft sind es Mädchen, die sich mit solchen Lästereien gegenseitig das Leben schwermachen.

dpa

"Wer mit zu vielen Jungen rummacht, ist billig!" - Oft sind es Mädchen, die sich mit solchen Lästereien gegenseitig das Leben schwermachen.

München. Mädchen machen es sich untereinander nicht ganz leicht. Da wird getratscht, gelästert, und ein Kuss beim ersten Date kann gar den Ruf schädigen. Billig sei das und ziemlich uncool noch dazu, heißt es dann. Mit welcher Strategie bekommt man den Schwarm, ohne dabei die Mädchenclique auf die Barrikaden zu treiben? Eines vorweg: Taktik ist in der Liebe meist fehl am Platz.

Es ist unfair: Ein Junge kann mit so vielen Mädchen flirten wie er will. Er wird von seinen Freunden dafür auch noch bewundert. Ist ein Mädchen gewissermaßen "leicht zu haben", wirkt sie hingegen gleich billig. "Jungs sehen das allerdings oft gar nicht so. Vielmehr sind die Mädchen unter sich unheimlich moralisch", sagt Daniela Huber von der pro familia Beratungsstelle in München-Neuhausen. Ihrer Meinung nach könnten sich Mädchen untereinander ruhig etwas solidarischer zeigen.

Wer nach festen Regeln für die große Liebe sucht, wird schnell enttäuscht. "Es gibt kein Patentrezept, das dir sagt: 'An diesem Tag darfst du ihn zum ersten Mal küssen'. Wenn die Stimmung passt, kann es auch absolut okay sein, das am ersten Abend zu tun", erklärt die Expertin. Wer sich an starre Regeln hält, verliere schnell seine positive Ausstrahlung und sei weniger spontan. Mädchen sollten auf ihre Gefühle hören und auch auf die des Partners.

Ob er gar nicht auf eine feste Beziehung aus ist, lässt sich relativ leicht erkennen. "Wenn er sie gleich mit nach Hause nehmen will, ist das schon mal ein schlechtes Zeichen", sagt Ann Thorer, Chefredakteurin der Zeitschrift "Bravo Girl" in München. "Auch wenn der Junge sie mit Alkohol locker machen will, sollten die Alarmglocken läuten." Je weniger forsch und je netter er sich gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sie wiedersehen möchte.

"Wenn die Absichten des Jungen allerdings nicht klar sind, sollten Mädchen immer vorsichtig sein", rät Ann Thorer. Denn nichts ist verletzender als sich an irgendeinen Idioten zu verschenken.

Betont cooles Auftreten kann Jungen abschrecken. "Wer zu cool und zu locker auf die Männer zugeht, wirkt irritierend. Es muss eben immer ein guter Mittelweg gefunden werden", erklärt die Flirtexpertin Regina Swoboda. Auch Ann Thorer von der "Bravo Girl" ist sich sicher: Wenn ein Mädchen etwas anderes darstellt als es ist, kommt das nicht gut an. "Er mag das Mädchen so, wie er es kennt. Deshalb sollte sie sich auch nicht verkleiden, sondern die Klamotten wählen, die sie sonst gern trägt."

Zu sehr sollte man den Schwarm jedoch auch nicht zappeln lassen. Irgendwann ist es nicht schlecht, sich zu ihm zu bekennen. Ansonsten verliert er womöglich das Interesse. "Wer seinen Jagdinstinkt füttern will und deshalb Spielchen mit ihm treibt, macht nur alles kaputt", warnt Thorer. Das heißt aber nicht, gleich ins andere Extrem abzugleiten: Wer ihn nach dem ersten Date mit SMS bombardiert, hat eher schlechte Karten. "Sich nach dem Date drei Wochen nicht zu melden, ist viel zu lang. Aber ein bisschen warten kann ganz süß sein."

Übrigens brauchen sich Mädchen vor ihrem Schwarm in keiner Weise zu verstellen. "Man sollte authentisch sein. Deshalb muss man ja noch lange nicht alles erzählen", sagt die Flirttrainerin Regina Swoboda in Pullach (Bayern). So ist das Thema Ex-Freunde beim ersten Date tabu. "Wenn er danach fragt, sollte man auch antworten. Aber bloß nicht zu sehr in die Tiefe gehen", rät die Expertin. Immerhin möchte man selbst ja auch nicht unbedingt von seiner Ex-Freundin hören.

Lügen haben auch beim Flirten kurze Beine. "Alles, was sich nachprüfen lässt, ist schon mal schlecht", sagt die "Bravo Girl"-Chefredakteurin. Zwar könnten sich Mädchen schon in ein gutes Licht setzen, sie sollten dabei aber nicht übertreiben. Immerhin wollen sie ja auch nicht, dass ihr Gegenüber nur Unsinn erzählt.

Vorbei sind die Zeiten, in denen nur die Jungs den aktiven Part beim Kennenlernen spielten. "Mädchen dürfen natürlich auch auf ihren Schwarm zugehen", sagt Daniela Huber. Es müsse ja nicht sofort die große Liebeserklärung sein. Aber beim Kontaktknüpfen seien Jungs oft sogar dankbar, wenn Mädchen den ersten Schritt machen. Ansonsten gilt: "Verliebt sein plant man nicht. Es gibt keine Kriterien dafür, wann es funkt. Die beste Strategie hilft da nicht."

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