Berlin (dpa/tmn). Mehr als jedes zweite Computer- und Videospiel ist 2009 in Deutschland ohne Altersbeschränkung erschienen. Auch der Anteil der Titel mit der Kennzeichnung "18" ist im Vergleich zu 2008 leicht gestiegen, teilte die für die Vergabe der Alterskennzeichen zuständige Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) am Dienstag in Berlin mit.

Demnach stieg der Anteil der Spiele ohne Beschränkung - zu erkennen an einer Null auf weißem Grund auf der Packung - von 48,6 auf 52,5 Prozent. Der Anteil der "18er"-Titel erhöhte sich von 5,2 auf 5,8 Prozent.

Zudem erhielten im Jahr 2009 genau 12,7 Prozent eine "6" und 17,5 Prozent die Kennzeichnung "12" jeweils etwas weniger als im Vorjahr. Auch der Anteil der "16er"-Spiele sank leicht auf 10,4 Prozent.

Exakt 1,1 Prozent der Titel (Vorjahr: 1,4) verweigerte die USK jegliche Altersfreigabe - weil sie sie zum Beispiel als besonders brutal einstufte. In diesen Fällen wird die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) tätig und sorgt meist mit einer Indizierung dafür, dass das entsprechende Spiel nicht mehr öffentlich verkauft werden darf.

Insgesamt überprüfte die USK in rund 3100 Verfahren Computer- und Videospiele. Das waren 114 mehr als noch 2008.

Für die nahe Zukunft rechnen die Experten mit weniger Prüfungen, da immer mehr Spiele nur noch online erscheinen. Solche Titel kann die USK nach derzeitiger Rechtslage nicht unter die Lupe nehmen, weil für das Verfahren ein Datenträger vorliegen muss.

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