Berlin (AFP). Für einen besseren Schutz von Jugendlichen vor Alkoholmissbrauch haben seit 2007 knapp 40.000 Mitarbeiter aus Handel, Gastronomie und Tankstellen an einem Jugendschutz-Training im Internet teilgenommen.

Das teilte der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) am Mittwoch in Berlin mit. 31.000 Teilnehmer hätten den anschließenden Test bestanden und ein entsprechendes Zertifikat erhalten. Bis Ende 2010 sollen demnach insgesamt 60.000 Teilnehmer ein entsprechendes Online-Training im Rahmen der "Schulungsinitiative Jugendschutz" absolvieren.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), bezeichnete die Kampagne als gutes Beispiel dafür, "wie sich Wirtschaftsverbände eigeninitiativ ihrer Verantwortung stellen".

Zugleich bekräftigte sie die Notwendigkeit von Ausweiskontrollen. "Das Jugendschutzgesetz wird erst durch die tägliche Anwendung an den Kassen im Einzelhandel und in der Gastronomie lebendig", erklärte Dyckmans.

An der "Schulungsinitiative Jugendschutz", die Ende 2007 startete, sind neben dem BSI weitere zwölf Wirtschaftsverbände und Kooperationspartner beteiligt, darunter der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, die Deutsche Barkeeper-Union, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Zentralverband des Tankstellengewerbes.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2008 in Deutschland rund 25.700 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 20 Jahren wegen Alkoholmissbrauchs stationär in einer Klinik behandelt und damit elf Prozent mehr als im Vorjahr.

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