Grieche
Panagiotis aus Thessaloniki mit seiner Gitarre.

Panagiotis aus Thessaloniki mit seiner Gitarre.

WDR/tvision

Panagiotis aus Thessaloniki mit seiner Gitarre.

Panagiotis ist Grieche. Er ist 14 Jahre alt und wohnt in Thessaloniki. Seit Griechenland gegen die Staatspleite kämpft, hat sich in seinem Land viel verändert. Überall wird gespart, Löhne werden beschnitten und die Steuern erhöht.

Für die Griechen ist das eine schwierige Situation, und auch Panagiotis’ Familie bekommt die Krise zu spüren: Panagiotis’ Mutter ist Lehrerin. Ihr Gehalt wurde bereits gekürzt. Sein Vater ist Deutscher und arbeitet in Griechenland als Elektriker. Jetzt machen sich alle Sorgen, dass er seinen Job verlieren könnte.

Von Staatsbankrott oder Staatsinsolvenz spricht man, wenn ein Staat seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn ein Staat über viele Jahre mehr Geld ausgibt als er einnimmt.

Um die Ausgaben bestreiten zu können, muss er sich Geld leihen, zum Beispiel bei den Bürgern, bei Banken oder anderen Staaten. Der Staat macht also Schulden. Sind die Schulden irgendwann so hoch, dass der Staat nicht mehr in der Lage ist, sie in der vereinbarten Zeit zurückzuzahlen, ist der Staat pleite oder – anders gesagt – bankrott.

Auch Griechenland ist hoch verschuldet und muss sparen. Wenn ein Staat kein Geld mehr hat, kann er seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen. Zum Beispiel kann er Beamte wie etwa Lehrer nicht mehr bezahlen.

Außerdem fehlt ihm das Geld, um Schulen oder Straßen zu bauen. Dadurch bekommen die Baufirmen, aber auch viele andere Unternehmen weniger Aufträge und müssen einen Teil ihrer Mitarbeiter entlassen. Als Folge eines Staatsbankrotts werden also viele Menschen arbeitslos.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer