Köln. Ein Vertrag, den ein Unternehmen mit einer Person oder einem anderen Unternehmen abschließt, besteht meistens aus zwei Teilen. Im ersten Teil wird festgelegt, worum es sich im konkreten Fall handelt.

Zum Beispiel: Der Elektro-Markt „Elema“ verkauft Frau Müller einen Flachbildfernseher für 1500 Euro. Den zweiten Teil des Vertrages bilden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, abgekürzt AGB. Darin hat das Unternehmen festgelegt, welche Regeln für jeden seiner Verträge gelten.

Zum Beispiel steht in den AGB, was passiert, wenn das gekaufte Gerät nicht richtig funktioniert, oder ob das Unternehmen ein Gerät wieder zurücknimmt, wenn der Käufer seine Meinung ändert.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen meist am Ende eines Vertrages und werden oft als „Kleingedrucktes“ bezeichnet. Sie sind nämlich häufig sehr klein geschrieben. Das hat zum einen damit zu tun, dass es oft viele Bedingungen gibt und der Vertrag durch eine kleinere Schrift weniger lang wird.

Manchmal geht es aber auch darum, bestimmte Regeln des Unternehmens, die dem Käufer vielleicht nicht so gut gefallen, zu verstecken. Oder die AGB sind besonders lang und klein geschrieben, um den Käufer bewusst zu täuschen.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen bietet auf seiner Internetseite kostenlose Klingeltöne an. Um einen Klingelton herunterzuladen, muss man nur seinen Namen und die Adresse angeben und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptieren.

Und da steht ganz klein drin: Wer sich einen kostenlosen Klingelton herunterlädt, kauft damit ein zweijähriges Abonnement für 10 Euro im Monat. Wer die AGB nicht genau durchgelesen hat, tappt in eine Abo-Falle.

Die Kosten eines Vertrages absichtlich zu verstecken, ist verboten. Wer auf eine solche Täuschung hereingefallen ist, kann dagegen vorgehen. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die ohne das Einverständnis ihrer Eltern nur Verträge abschließen dürfen, die die Höhe ihres Taschengeldes nicht überschreiten.

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