Was ist eigentlich typisch deutsch? Mit Hilfe einer Straßenumfrage versucht Reporter Johannes Büchs (im Foto links) herauszufinden, was uns Deutsche ausmacht. Mit dabei ist seine Assistenz-Puppe, die im Laufe der Befragung zum typisch deutschen Mann werden soll.

Der Anlass: Am 3. Oktober wird in Deutschland der "Tag der deutschen Einheit" gefeiert. Denn am 3. Oktober 1990 wurde aus dem geteilten Deutschland wieder ein Land.

40 Jahre lang war Deutschland in zwei Staaten geteilt: Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, kurz BRD, und im Osten die Deutsche Demokratische Republik, abgekürzt DDR - getrennt durch eine Mauer.

In der DDR waren viele Menschen unzufrieden mit der Politik und damit, dass jeder, der die Regierung kritisierte, verfolgt und oft sogar ins Gefängnis gesperrt wurde. Auch über die Reisebeschränkungen waren die Bürger der DDR wütend: Die Regierung erlaubte nur Reisen in Ostblockländer, wie Ungarn oder die damalige Tschechoslowakei. Wütende Proteste waren die Folge.

Um die Bevölkerung zu beruhigen, entschied die Regierung der DDR am 9. November 1989, die Ausreisebestimmungen zu lockern. Noch am gleichen Abend zogen viele Menschen an die Grenzübergänge und forderten, die Grenze sofort zu öffnen.

Die Grenzsoldaten gaben dem Druck der Massen nach und öffneten die Übergänge. Die Mauer war gefallen. Knapp ein Jahr später, am 3. Oktober 1990, trat schließlich der sogenannte Einigungsvertrag in Kraft.

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