Das Café in der Aue lud zum 13-jährigen Bestehen zum Feiern mit Live-Musik, zum Stöbern unter alten Schätzchen und zum entspannten Plaudern.

Das Café in der Aue lud zum 13-jährigen Bestehen zum Feiern mit Live-Musik, zum Stöbern unter alten Schätzchen und zum entspannten Plaudern.
Udo Ulbrich pries auf dem Flohmarkt eine Kopie des ungarischen Malers Egon Wallburg an, Stereorail besangen das Luisenviertel und auch das Café Zweistein.

Udo Ulbrich pries auf dem Flohmarkt eine Kopie des ungarischen Malers Egon Wallburg an, Stereorail besangen das Luisenviertel und auch das Café Zweistein.

Udo Ulbrich pries auf dem Flohmarkt eine Kopie des ungarischen Malers Egon Wallburg an, Stereorail besangen das Luisenviertel und auch das Café Zweistein.

Gerhard Bartsch, Bild 1 von 2

Udo Ulbrich pries auf dem Flohmarkt eine Kopie des ungarischen Malers Egon Wallburg an, Stereorail besangen das Luisenviertel und auch das Café Zweistein.

Elberfeld. 13 Jahre in der Aue – das Café Zweistein feierte das ungerade Jubiläum mit der bewährten Mischung aus Flohmarkt und Live-Musik. Und gute Laune war beim Straßenfest sowieso dabei.

„Ich finde, 13 ist eine gute Zahl“, sagte Zweistein-Betreiber Kay Hoffmann lachend. „Nichts gegen einzuwenden!“ Glück hatten er und sein Team besonders mit dem Wetter: Sonne und Wolken wechselten sich munter ab und vertrieben die Erinnerung an die Hitze der letzten Tage.

Schon vor dem Startschuss um 12 Uhr strömte ein bunt gemischtes Publikum am Café vorbei. Zwischen Sophienstraße und Robert-Daum-Platz sah man viele Familien mit kleinen Kindern, junge und ältere Pärchen. Wo noch etwas Platz war, flitzten Jungen auf Tretrollern vorbei. Die Besucher konnten an 45 Ständen von ausschließlich privaten Anbietern stöbern und feilschen. Die Außengastronomie bot diverse Getränke an und den original Zweistein-Burger – wahlweise mit und ohne Fleisch. Im Café gab es Kuchen und andere Leckereien.

Wir sind das erste Mal dabei. Und bestimmt auch nicht das letzte Mal.“

Sophie, Flohmarktteilnehmerin

Reichhaltig war auch das Bühnenprogramm, das gegen halb zwei begann. Neben guten Bekannten wie Laika Lebt gab Veranstalter Hoffmann den Newcomern Act of Apathy eine Chance, die phonstarkes Metal spielten. Zwischen den Auftritten ging Hoffmann mit dem Hut durchs Publikum und sammelte die Musikergage ein. Wie in den Vorjahren sorgte Dirk Müller alias Daeg* mit irischen Folksongs fürs Finale am Abend. Wer nach 22 Uhr weiterfeiern wollte, dem stand das Café Zweistein offen. „Wir haben heute ganz normal auf“, versicherte Hoffmann.

Mit akustischem Rock ging’s los. Stereorail besangen nicht nur das Luisenviertel, sondern auch den Ort, um den sich an diesem Samstag alles drehte. „Willst du allein sein/ geh nicht ins Zweistein“, empfahlen sie und brachten den Charme des Lokals auf den Punkt: „Kneipe, Café, Essen, Sofa“.

Während die einen Besucher sich an der Bühne sammelten, brachen die anderen zur nächsten Flohmarkt-Tour auf. Der Stand von Ehepaar Ulbrich lockte mit Kunsthandwerk und Gemälden.

Stolz zeigte Hannelore Ulbrich ein Bild, das mit dem Namen des Malers Egon Wallburg signiert ist. „Das ist im Original zwei Millionen wert.“ Sonst sind sie und ihr Mann auf Antik-Märkten vertreten. Wegen der Nachbarschaft zum Café Zweistein machten sie aber auch gern beim Zweistein-Fest mit.

Nebenan hielten sich Luna und Sophie lieber an bescheidene Beträge und verkauften Klamotten aller Art für ein paar Euros. „Es läuft sehr gut“, berichteten die beiden jungen Frauen. In den ersten zwei Stunden hätten sie schon 70 Euro eingenommen. „Wir sind das erste Mal dabei“, sagte Sophie. „Und bestimmt auch nicht das letzte Mal.“

Ein Premierenbesucher war Florian Schneider, der seine beiden Söhne, fünf und zwei Jahre alt, in einem Bollerwagen hinter sich her zog. „Einkaufen und Musik – das ist super“, meinte Schneider. Dass er das Straßenfest besuche, habe nicht zuletzt mit dem Café Zweistein zu tun. „Da fühlen wir uns immer sehr wohl.“

Musiker Rafi war auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für seine Freundin und freute sich, alle paar Meter auf Bekannte zu treffen. „Hier sieht man, wie klein Wuppertal ist.“

Einen Glücksgriff hatte Dorothea Schwabe getan. Für wenig Geld konnte sie gut 30 alte Bände der Insel-Bücherei erwerben – eine Reihe, die seit über hundert Jahren auf dem Markt ist. Die schön verzierten Bände konnten sich sehen lesen. Beim Blättern versuchte Schwabe, die handschriftlichen Notizen der Vorbesitzer zu entziffern. „Das sind kleine Schätze, die man nicht auf jedem Flohmarkt findet.“

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