Lorenz Bahr von den Grünen, bisher dritter Stellvertreter des Rathauschefs, ging Montagabend im Stadtrat leer aus.

Wuppertal. So ganz ohne Entscheidungsbefugnis ist der Wuppertaler Stadtrat dann doch nicht: Zumindest in eigener Sache behalten die Stadtverordneten das Heft in der Hand. So zum Beispiel, wenn es um die Stellvertreter des Oberbürgermeisters geht. Und genau bei diesem Punkt gab der neue Rat am Montagabend schon einmal einen Vorgeschmack seiner Debattierfreudigkeit.

Gewählt wurden übrigens Silvia Kaut (CDU) zur ersten und Ursula Schulz (SPD) zur zweiten Bürgermeisterin. Um sie ging es allerdings weniger, sondern um den, der nicht gewählt wurde: Lorenz Bahr (Grüne), bisher dritter Stellvertreter des Rathauschefs, ging leer aus. Dafür hatte die Beschlussvorlage gesorgt, die die Verwaltung vorgelegt und die Mehrheit von CDU und SPD durchgedrückt hatte. Für sie steht im Vordergrund, dass der Jahresetat durch die Streichung des dritten Bürgermeister-Postens um 8000 Euro entlastet wird. Die Grünen hingegen sehen die Kürzung politisch motiviert. Deren Sprecher Peter Vorsteher nannte sie einen Affront gegen die Opposition im Rat. CDU und SPD wollten so ihren Macht dokumentieren.

Stadtdirektor Johannes Slawig (CDU) verwies dagegen auf die Wahlordnung. Rein rechnerisch stünde der dritte Bürgermeister ebenfalls der CDU zu, nicht den Grünen.

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