Es ist nur verständlich , wenn der neue Chef der Wuppertaler Arbeitsagentur keine Prognose zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Stadt abgeben möchte. Aber die Vorzeichen sind düster. Wenn die derzeit 8000 angemeldeten Kurzarbeiter in die Arbeitslosigkeit marschieren, dann wird die Quote förmlich explodieren.

Im Herbst wird sich zeigen, wie belastbar der Arbeitsmarkt ist. Schon jetzt ist jedoch abzusehen, dass die zu starke Ausrichtung auf die verarbeitende Industrie mit ihrer hohen Exportabhängigkeit die Achillesferse ist. Der Dienstleistungssektor ist noch immer unterrepräsentiert. Sicher, die zyklische Entwicklung der Konjunktur wird dafür sorgen, dass sich die Industrie erholt - ob die Jobs zurückkommen, ist jedoch keineswegs ausgemacht.

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