Der Künstler Kai Fobbe will mit Lichtspiel auf das alte Bauwerk locken. Noch Anfang des Jahres sollen die Projektionen beginnen.

Einen neuen Blick von der Alten Zollbrücke in Heckinghausen auf die Wupper erhoffen sich (v.l.) Tom Kortmann sowie Christiane und Uwe Sippel vom Verein „Kultur und Künste“. Archiv
Einen neuen Blick von der Alten Zollbrücke in Heckinghausen auf die Wupper erhoffen sich (v.l.) Tom Kortmann sowie Christiane und Uwe Sippel vom Verein „Kultur und Künste“. Archiv

Einen neuen Blick von der Alten Zollbrücke in Heckinghausen auf die Wupper erhoffen sich (v.l.) Tom Kortmann sowie Christiane und Uwe Sippel vom Verein „Kultur und Künste“. Archiv

Einen neuen Blick von der Alten Zollbrücke in Heckinghausen auf die Wupper erhoffen sich (v.l.) Tom Kortmann sowie Christiane und Uwe Sippel vom Verein „Kultur und Künste“. Archiv

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Einen neuen Blick von der Alten Zollbrücke in Heckinghausen auf die Wupper erhoffen sich (v.l.) Tom Kortmann sowie Christiane und Uwe Sippel vom Verein „Kultur und Künste“. Archiv

Heckinghausen. Uwe Sippel ist zuversichtlich, dass es bald losgehen kann: „Wir brauchen noch ein paar Genehmigungen“, sagt das Vorstandsmitglied des Vereins „Kultur und Künste“. Schon bald sollen bewegte Bilder das Künstlers Kai Fobbe rund um die Alte Zollbrücke in Heckinghausen dazu animieren, das alte Bauwerk zu betreten und sich von den Videoaufnahmen verzaubern zu lassen.

Was genau wo zu sehen sein wird, bleibt vorerst noch ein Geheimnis. „Das hängt von den nötigen Genehmigungen ab“, erklärt Uwe Sippel. Eigentümer der anliegenden Gebäude müssten erlauben, dass die Projektionen auf ihren Wänden zu sehen sind. Kai Fobbe habe dabei freie Hand - „Es wird wohl etwas aus seinen Tanzaufnahmen werden“, sagt Uwe Sippel. Die Idee sei, dass man von der Brücke aus flussaufwärts über das Wasser blickt und dabei die Installationen sieht.

Diese wird dann Bestandteil von Kai Fobbes Projekt „42xxx“ sein. Der Name ist eine Anspielung auf Wuppertals Postleitzahl. Mit Videobildern auf Fassaden der Stadt will der Künstler die Wuppertaler zu einem neuen Blick auf ihre Umgebung anregen. Auf Wände zum Beispiel in der Elberfelder City, am Arrenberg, am Opernhaus und am Heizkraftwerk Barmen hat der Künstler bereits tanzende Figuren und andere Motive projiziert.

Seit einigen Monaten sammelt der Verein „Kultur und Künste“ Geld dafür, dass die Alte Zollbrücke Teil des Projekts wird, unter anderem über die Internet-Plattform www.gut-fuer-wuppertal.de. Auch wenn die angestrebten 5000 Euro noch nicht zusammengekommen sind, beginnen nun die Vorbereitungen.

„Jetzt ist auch wieder richtig Platz auf der Brücke“, stellt Uwe Sippel erfreut fest. Einige Zeit lang war der Weg über das alte Pflaster eingeengt, weil eine der Anliegerfirmen ihre Fassade eingerüstet hatte, auf der Brücke Baustoffe gelagert waren.

Jetzt besorge Kai Fobbe einen Beamer, baue eine wetterfeste Box und suche für diese einen Standort, an dem sie sowohl vor dem Wetter als auch vor den Menschen geschützt ist, „Wenn wir einen Platz in drei Meter Höhe bekommen, sagen wir nicht Nein“, sagt Uwe Sippel. Geklärt werden muss auch, woher der Strom kommt. Kai Fobbe werde die Bilder entsprechend auf die Umgebung ausrichten.

Die Projektionen werden voraussichtlich täglich ab der Dämmerung bis etwa Mitternacht zu sehen sein und insgesamt mindestens ein Jahr laufen. Den Moment, ab dem die Installation das erste Mal erscheinen, will der Verein „Kultur und Künste“ natürlich gebührend begehen: „Wir werden das großartig auf der Brücke eröffnen“, verspricht Uwe Sippel. Er denkt an ein kleines Fest mit Ansprachen und Festzelt, bei dem vielleicht auch die Tänzerin aus den Filmaufnahmen auf die Brücke kommen. Wann es soweit ist, steht aber noch nicht fest – aber noch „Anfang des Jahres“, so die Hoffnung des Vereins. Bis dahin sind auch weiter Spenden willkommen. Info auf

www.gut-fuer-wuppertal.de

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