Eine Unternehmerfamilie hat die neue Anlage mit einer Spende von mehr als drei Millionen Euro möglich gemacht.

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Im Unterwassertunnel bestaunen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (links) und Wuppertals OB Peter Jung mit den Kindern die neue Anlage.

Im Unterwassertunnel bestaunen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (links) und Wuppertals OB Peter Jung mit den Kindern die neue Anlage.

Andreas Fischer

Im Unterwassertunnel bestaunen Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (links) und Wuppertals OB Peter Jung mit den Kindern die neue Anlage.

Wuppertal. Nordrhein-Westfalen ist um eine Attraktion reicher: Am Montag wurde im Wuppertaler Zoo die neue Königspinguinanlage eröffnet. Für rund drei Millionen Euro entstand eine der modernsten Pinguinanlagen Europas. Der besondere Clou daran: Der rund 15 Meter lange Unterwassertunnel aus Acrylglas - von hier aus können die Besucher die Königs- und Eselspinguine von unten beim Schwimmen und Tauchen beobachten.

Die Anlage ist in dieser Form weltweit einmalig und mit 3750 Kubikmetern umbautem Raum eine der größten Europas. Zur Einweihung waren neben Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bereits unzählige neugierige Besucher gekommen.

Natürlich waren auch viele Vorwerk-Mitarbeiter sowie die Familie Mittelsten Scheid vor Ort. Denn der Bau wurde erst durch die Wuppertaler Unternehmerfamilie, die das Projekt anlässlich des 125-jährigen Jubiläums von Vorwerk finanziert hat, ermöglicht. 3,15 Millionen Euro hat die Anlage gekostet - die größte private Einzelspende, die ein deutscher Zoo-Verein bisher jemals erhalten hat. Die Durchführung lag in den Händen des Wuppertaler Zoo-Vereins.

Die neuen Bewohner haben sich schon gut eingelebt

Von dem großen Trubel am Eröffnungstag zeigten sich die neuen Bewohner der Anlage allerdings ziemlich unbeeindruckt: Dicht gedrängt standen die 16Königs- und 16 Eselspinguine an Land. In dem Wassertunnel ließen sie sich noch nicht blicken.

Dabei sind die Eselspinguine besonders aktiv und neugierig und gehören deshalb zu den absoluten Publikumslieblingen im Zoo. Zoodirektor Ulrich Schürer versicherte aber, dass sich die Tiere längst gut eingewöhnt haben. "Die Eselspinguine schwimmen schon fleißig und sind auch viel am Tunnel unterwegs, nur halt nicht auf Befehl", sagte Schürer schmunzelnd. Die großen Brüder der "Esel", die Königspinguine, mögen es da schon eher gemütlich.

Der Zoo beherbergt die größte Königspinguin-Zuchtgruppe in Deutschland und eine der erfolgreichsten Europas. Seit 1975 wird die empfindliche Pinguinart in Wuppertal gehalten, 13 Jungtiere wurden geboren. Der Königspinguin ist das Wappentier des Zoos. Zum 125-jährigen Jubiläum wurde 2006 eine Tierparade mit 200 Kunststoffpinguinen veranstaltet - die Pinguinale.

Der Zoo an der Hubertusallee hat ab 8.30 Uhr geöffnet, im Sommer bis 18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr. Weitere Infos unter Ruf 0202/5635666.

Damit sich die Tiere in ihrer neuen Bleibe rundum wohl fühlen, wurde die Anlage dem subantarktischen Lebensraum der Tiere angepasst: Die Temperatur liegt konstant bei sechs bis acht Grad. Die Tiere können sich in 220.000 Litern Wasser und auf einer Landfläche von 100 Quadratmetern tummeln.

Neben der neuen Anlage für die Pinguine hat sich in der letzten Zeit auch sonst viel im Zoo getan: Die neue Großkatzenanlage mit riesigem Freigehege, ein neues Zuhause für die Brillenpinguine und die großzügige Gorilla-Anlage. Ganz zu schweigen natürlich von dem beliebten Elefanten-Nachwuchs Bongi und Kibo, der die Besucher immer wieder an die Wupper lockt.

"Der Wuppertaler Zoo ist nach meiner Einschätzung der beliebteste Zoo in ganz NRW", sagte dann auch Ministerpräsident Rüttgers. Seine Botschaft: "Auf in den Wuppertaler Zoo!"

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