Aktion von Westdeutscher Zeitung und Von der Heydt-Museum traf auf große Resonanz.

Sophia Otto, Tanzstudentin an der Folkwang Hochschule in Essen, ließ Degas' Wachsskulptur der 14-jährigen Ballettschülerin Marie van Goethem lebendig werden und erzählte Kindern ihre Geschichte.
Sophia Otto, Tanzstudentin an der Folkwang Hochschule in Essen, ließ Degas' Wachsskulptur der 14-jährigen Ballettschülerin Marie van Goethem lebendig werden und erzählte Kindern ihre Geschichte.

Sophia Otto, Tanzstudentin an der Folkwang Hochschule in Essen, ließ Degas' Wachsskulptur der 14-jährigen Ballettschülerin Marie van Goethem lebendig werden und erzählte Kindern ihre Geschichte.

Schwartz, Anna (as)

Sophia Otto, Tanzstudentin an der Folkwang Hochschule in Essen, ließ Degas' Wachsskulptur der 14-jährigen Ballettschülerin Marie van Goethem lebendig werden und erzählte Kindern ihre Geschichte.

Wuppertal. Wer am Samstag die Räume des Von der Heydt-Museums im zweiten Obergeschoss betrat, dem fiel nicht nur das gedimmte Licht auf, das in den Räumen mit Gemälden und Skulpturen von Auguste Rodin und Edgar Degas herrschte. Die Ausstellungsräume waren darüberhinaus  mit bemerkenswert vielen Besuchern gefüllt, die sich sowohl mit den Werken als auch mit den Texten an den Wänden über Herkunft, Ausbildung und Anfänge der beiden Impressionisten sichtbar auseinandersetzten.

Denn Samstag war Zeitungstag im Von der Heydt-Museum in Wuppertal. Mit einer Seite aus der Samstagsausgabe der "Westdeutschen Zeitung", des "Remscheider General-Anzeigers" und des "Solinger Tageblattes" kamen Besucher kostenlos ins Museum – für viele eine gute Gelegenheit, sich die Ausstellung „Degas und Rodin – Giganten der Moderne“ anzusehen. Rund 1000 Besucher fanden so ihren Weg in die Ausstellungsräume.

Anne und Uwe Grimm zum Beispiel hätten die Ausstellung nach eigener Annahme sonst wahrscheinlich erst im nächsten Jahr besucht. „Der sterbende Sklave“ und der „schwebende Engel“ von Degas sind Werke, die bei dem Paar Beachtung finden. „Der Mensch steht bei beiden Künstlern stark im Fokus. Er ist sehr detailliert und nackt dargestellt – das finde ich für die Zeit, in der sie entstanden, bemerkenswert“, sagt Anne Grimm. Ihr gefalle dieses Detailreiche, das sehr liebevoll dargestellt wird, ohne kitschig  zu wirken. Auch der Film, der in der ersten Etage über die beiden Künstler gezeigt wird, kommt bei den Grimms gut an: Er helfe, deren Verknüpfungen zu erschließen.

Dass es Verbindungen zwischen Edgar Degas und Auguste Rodin gibt, war den meisten Besuchern vor der Ausstellung nicht bewusst. Ance Neubauer aus Mönchengladbach zum Beispiel kennt beide Künstler gut, war sogar schon einmal im Musée Rodin in Paris. Im  Unterschied  zum Von der Heydt Museum sei es im Museum in Paris jedoch intimer gewesen, weil dort teilweise Ateliercharakter herrsche.

Ein Ausstellungsraum ist ausschließlich dem Thema Pferd gewidmet, das sowohl in Degas als auch in Rodins Werken eine große Rolle spielte. Ein Werk hat Besucherin Andrea Hesse besonders beeindruckt: Das „Pferderennen“ von Auguste Rodin. „Es ist ein komplexes Thema, das mit wenigen Strichen aufgegriffen wurde.“ Auch dass die Fotografie eine solch große Rolle spielte, habe sie überrascht.

Das Wuppertaler Von der Heydt-Museum zeigt die erste Ausstellung, die die Gemeinsamkeiten im Werk des Bildhauers Auguste Rodin und des Malers Edgar Degas verdeutlicht. Die "Giganten der Moderne" sind noch bis zum 26. Februar 2017 am Turmhof 8 zu sehen.

Ein weiteres Thema wird mit Rodin und Degas in Verbindung gebracht: Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen zum Tanz. "Es ist schwierig, so eine Bewegung festzuhalten – das fasziniert mich“, so Zeitungstag-Nutzerin Gudrun Lau.

Der Tanz wurde am Samstag zudem auf besondere Art und Weise veranschaulicht: Sophia Otto, Tanzstudentin an der Folkwang Hochschule in Essen, ließ Degas' Wachsskulptur der 14-jährigen Ballettschülerin Marie van Goethem lebendig werden und erzählte Kindern ihre Geschichte. Diese durften sie dann in Form von Kurzskizzen selbst malen.

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