Am WZ Mobil sprachen Wuppertaler über längere Öffnungszeiten für Kindergärten.

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WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer im Gespräch mit Mezgin Hussein und ihren Kindern Resin (7) und Rebin (8).

WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer im Gespräch mit Mezgin Hussein und ihren Kindern Resin (7) und Rebin (8).

Stefan Fries

WZ-Mitarbeiter Friedemann Bräuer im Gespräch mit Mezgin Hussein und ihren Kindern Resin (7) und Rebin (8).

Wuppertal. Manche Supermärkte haben bis 22 Uhr geöffnet, auch Bank-Filialen schließen an manchen Tagen erst um 19 Uhr. Und an der Kasse, an den Regalen oder hinterm Schalter arbeiten oft Eltern mit Kindern. Sollten nicht auch die Kindertagesstätten länger geöffnet halten, um den Stress für die werktätigen Mamas und Papas in Grenzen zu halten? Dieser Frage gingen die Mitarbeiter des WZ-Mobils Freitagmittag am Wichlinghauser Markt nach.

Sylvia Busch, Mutter eines sechsjährigen Kindes, sieht ihre Situation ganz gelassen: „Mir reichen die Öffnungszeiten hier, weil ich wegen meines zweiten Kindes, das erst ein Jahr alt ist, ohnehin nicht arbeiten gehen kann.“ Mezgin Hussein ist Kinderkrankenschwester, wird aber erst demnächst in ihrem Beruf arbeiten. „Für mich reicht die Öffnungszeit aus“, sagt die Mutter eines Kleinkindes und ihres Sohnes Rebin (8) und Tochter Resin (7).

Nancy Kotlarek plädiert dagegen für längere Öffnungszeiten. „Ich denke dabei an die Eltern, die lange arbeiten müssen. Als meine Tochter, die jetzt in die erste Klasse geht, noch im Kindergarten war, hätte ich es begrüßt, wenn schon vor 7.30 Uhr geöffnet worden wäre. Das war für meinen Mann und mich oft sehr stressig.“ Jana Gürtler, Mutter von Zwillingen, war mit den Öffnungszeiten zufrieden, weil sie zu deren Kindergartenzeiten als Selbstständige recht flexibel war. „Für Menschen im Einzelhandel wären längere Öffnungszeiten schon besser“, sagt sie.

Im Moment ist auch Sandra Möller zufrieden, merkt aber an: „Wenn unsere zweite Tochter, die jetzt elf Monate alt ist, in den Kindergarten geht, will ich wieder arbeiten und hoffe auf einen flexiblen Arbeitgeber für meinen Mann und mich.“ Auch Jacqueline Schmitz (Tochter von vier Jahren und ein elf Monat alter Sohn) ist derzeit noch zu Hause. „Wenn ich wieder arbeite, werde ich Schichtdienst machen müssen. Dann wäre es gut, wenn die Kita um 6 Uhr öffnen würde.“

 

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