Die Bergische IHK begrüßte am Mittwochabend mehr als 1000 Gäste in der Wuppertaler Stadthalle.

Neujahrsempfang
IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, Regierungspräsidentin Anne Lütkes, Ministerin Sylvia Löhrmann, Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith, IHK-Präsident Thomas Meyer, Oberbürgermeister Peter Jung und Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding (von links) nutzten den Neujahrsempfang in der Stadthalle zu einem angeregten Meinungsaustausch.

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, Regierungspräsidentin Anne Lütkes, Ministerin Sylvia Löhrmann, Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith, IHK-Präsident Thomas Meyer, Oberbürgermeister Peter Jung und Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding (von links) nutzten den Neujahrsempfang in der Stadthalle zu einem angeregten Meinungsaustausch.

Andreas Fischer

IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, Regierungspräsidentin Anne Lütkes, Ministerin Sylvia Löhrmann, Solingens Oberbürgermeister Norbert Feith, IHK-Präsident Thomas Meyer, Oberbürgermeister Peter Jung und Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding (von links) nutzten den Neujahrsempfang in der Stadthalle zu einem angeregten Meinungsaustausch.

Wuppertal. Traditionell ist der Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid nicht nur ein herausragendes gesellschaftliches Ereignis, sondern er dient auch als Gradmesser des Wirtschaftsklimas in der Region.

„Ich glaube, wir haben im Bergischen Land guten Grund, zuversichtlich zu sein“, sagte IHK-Präsident Thomas Meyer zur Begrüßung und gab die optimistische Grundstimmung unter den 1050 Gästen in der Stadthalle wieder.

Dank an die Unternehmer und ihre loyalen Mitarbeiter

Thomas Meyer richtete den Blick in die Zukunft, streifte die vergangenen und aktuellen Probleme und offene Fragen, wie zum Beispiel den Umbau Döppersberg, das DOC in Remscheid oder die Ansiedlung von Ikea nur kurz.

Positiv sieht Meyer auch die Entwicklung auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Zudem sei die Neigung zu Investitionen wieder stärker ausgeprägt. „Heute ist ein guter Zeitpunkt, um den Unternehmern zu danken, die Arbeitsplätze geschaffen und bestehende ausgebaut haben.

Der Dank gilt den mehr als 200 000 Beschäftigten für ihre Loyalität, ihre Ideen und die Flexibilität, die sie vor allem in kleineren Unternehmen bewiesen haben. “

IHK-Präsident Thomas Meyer überreichte den Lifetime Award an Ehrenpräsident Friedhelm Sträter. Die Auszeichnung hieß früher Ehrenplakette, wie IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge schmunzelnd verriet, und sie wurde seit 1974 nur 17 Mal verliehen. Erster Preisträger war Harald Frowein.

Es spielte das Casalino-Quartett Werke von Fritz Kreisler und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Kritisch sieht der IHK-Präsident einige Vorhaben der großen Koalition. Besonders die Pläne für eine Rente ab 63 und die Mütterrente bereiten ihm aufgrund der demografischen Entwicklung Sorge. Mit Blick auf die Finanzierbarkeit erinnerte er an das Bild des ehrbaren Kaufmanns: „Wir alle haben das Recht, den ehrbaren Staat zu erwarten.“

Der Mittelstand als Wissens- und Kompetenzlabor

Zukunftsthemen stellte auch Gastredner Professor Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München in den Mittelpunkt. Mit vielen Bonmots gewürzt, legte er zehn Thesen für die Bewältigung zukünftiger Aufgaben auf allen gesellschaftlichen Ebenen vor.

Eine These lautete: „Wir geben viel Geld dafür aus, frühere Utopien zurückzubauen.“ Als Beispiel nannte er den Mittleren Ring in München, seine Zuhörer dürften eher an den Döppersberg gedacht haben.

Die Stärke der mittelständischen Wirtschaft sei die passgenaue Kompetenz. Der Mittelstand sei Wissens- und Kompetenzlabor der Gesellschaft. Um dies zu bleiben, so Nassehi, sei es erforderlich, Fachkräfte zu sichern und flexibel einzusetzen.

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