Beim Jahrestreffen der SPD klagten Vertreter über Haftungsfragen.

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Anette Berendes sprach zum Thema Bundesgartenschau.

Anette Berendes sprach zum Thema Bundesgartenschau.

A. Fischer

Anette Berendes sprach zum Thema Bundesgartenschau.

Wuppertal. Ins Vereinsheim der Kleingartenanlage in Langerfeld hatte die SPD-Ratsfraktion die Vorsitzenden der Kleingartensiedlungen jüngst zum Jahrestreffen eingeladen. Und stieß auf reges Interesse.

Frank Lindgren, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat, leitete die Diskussion und bat Annette Berendes, Leiterin des Ressorts Grünflächen und Forsten, um ihren Vortrag zum Thema Bundesgartenschau in Wuppertal. Die Ressortleiterin verstand es den Eindruck zu vermitteln, dass es fast keine Stadt in Deutschland gebe, die besser zur Ausrichtung der Buga 2025 geeignet sei als Wuppertal. Danach zeigte sich, dass das Kleingärtnerdasein alles andere als eine reine Idylle ist.

„Haftung“ hieß das Reizwort, das die Vertreter der Schrebergärtner in Harnisch brachte. „Ich sehe nicht ein, dass ich haften soll, wenn auf unserem frei zugänglichen Spielplatz jemand zu Schaden kommt“, war der Tenor des ersten Beitrags. Worauf bekannt wurde, dass eben wegen dieser Haftung, in der die Kleingartenvereine automatisch sind, schon diverse Spielplätze in den Siedlungen abgebaut worden sind.

Stadt will Kleingärtner speziell schulen, um Kosten zu senken

Fritz Ortmeier, Vorsitzender des Stadtverbands „Wuppertal der Gartenfreunde“ wies darauf hin, dass wegen fehlender Spielplätze natürlich keine jungen Familien einen Kleingarten pachten würden. „Und die freie Zugänglichkeit zu den Anlagen muss auf jeden Fall gewährleistet sein“, stellte Sven Arens (Ressort Grünflächen und Forsten) unmissverständlich fest.

Annette Berendes versprach, von den Kleingartenanlagen zu benennende Personen so schulen zu lassen, dass den Vereinen die 350 Euro teure jährliche Sicherheitsüberprüfung der Spielplätze durch den Tüv erspart bleibe.

Ein brennendes Problem ist die Verkehrssicherheit auf den Wegen der Anlagen. „Feuerwehr und Krankenwagen weigern sich schon, unsere Wege wegen der tiefen Schlaglöcher zu befahren“, klagte ein anderer Kleingärtner. Gefahrenbäume, die entfernt und abtransportiert werden müssen, stören ebenfalls den Erholungswert. „Wenn fünf Gefahrenbäume gefällt und abtransportiert werden müssen, sind wir pleite“, bemerkte ein Vereinsvertreter drastisch.

Andreas Mucke und Annette Berendes hörten aufmerksam zu und versprachen, bei Ortsterminen auch angesichts leerer Stadtkassen nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Weitgehend unlösbar ist allerdings die Gefahr durch Einbrecher, die die Lauben heimsuchen und stehlen und zerstören. „Da hilft nur eine gute Versicherung“, meinte Fritz Ortmeier zu diesem Problem leicht resignierend.

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