Die Wuppertaler sind begeistert von dem WLan-Angebot der Stadtwerke. Aber kritische Stimmen gibt es auch.
foto von afi

foto von afi

Im kommenden Jahr soll der Carnaper Platz gepflastert werden, um den Anforderungen an einen modernen Festplatz zu genügen. Die Mehrheit der Barmer Bürger befürwortet das. Archiv

Bild 1 von 2

foto von afi

Freies Internet – das gibt es jetzt in drei Bussen der Wuppertaler Stadtwerke und an einer Haltestelle. Angesichts der vielen Bus- und Schwebebahnfahrer, die permanent auf ihr Smartphone gucken, scheint es dafür Bedarf zu geben. Auch die Reaktion eines Teenagers am Wall auf dem Weg zur Morianstraße spricht Bände. Er fasste seinen Freund an den Schultern, zeigte auf den Bus und rief: Guck mal, da gibt’s jetzt auch Internet!“ Wir wollten wissen: Was sagen die Wuppertaler dazu? Nutzen sie das Angebot? Und wo hätten sie noch gerne Netz?

Alexandra Loevenich begrüßt die Idee der WSW: „Ich würde es gerne jetzt schon nutzen, aber meine Buslinie ist noch nicht dabei. Wahrscheinlich würde ich bei den sozialen Medien surfen. Außerdem fände ich es gut, wenn in allen Cafés in der Innenstadt und an allen Bushaltestellen ein freier W-Lan-Zugang wäre.“

Ulrike Lehmann sagt: „Ich finde die Maßnahme gut und werde sie auch nutzen. Die meisten zentralen Punkte in der Innenstadt sollten auch freien Zugang haben. Allerdings glaube ich nicht, dass dadurch mehr Leute mit dem Bus fahren werden. Es wird aber vermutlich die Kundenzufriedenheit erhöhen.“

Oliver Noll hingegen meint: „Durch den freien W-Lan-Zugang werden die WSW einen Kundenzuwachs haben. Überhaupt sollte es im gesamten Innenstadtbereich freies W-Lan geben.“

Matthias Fuß würde die Nutzung für sich begrenzen: „Ich würde lediglich allgemeine Abfragen machen. Außerdem glaube ich, dass dies der erste Einstieg zum Online-Ticket ist, damit irgendwann nichts mehr gedruckt werden muss. Im Innenstadtbereich und in Einkaufszentren sollte es ohnehin freien W-Lan-Zugang geben“, findet er.

Nutzer denken auch an die Sicherheit

Thorben Radomski ist begeistert: „Das ist super. Auf dem Weg zur Uni und zurück könnte man das gut nutzen, um allgemeine Abfragen zu machen. Auch an Haltestellen sollte der Zugang sein, damit etwa weitergehende Verbindungen abgefragt werden können. Ich glaube, dass die WSW dadurch mehr Kunden gewinnen können und vielleicht Pendler vom Autofahren wegbekommen.“

Miriam Rödder gehört zu denjenigen, die sich nicht vorstellen können, es im Bus zu nutzen: „Aber an den Haltestellen, wenn man länger auf den Bus wartet, werden es die Leute sicher in Anspruch nehmen.“

Patrick Müller denkt sofort an die Sicherheit: „Ich weiß natürlich nicht, wie vertrauenswürdig der Zugang ist. Bei längeren Strecken würde ich es nutzen. Ein freies W-Lan in Bussen bietet auf jeden Fall den Anreiz, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.“

Christian Fels hat davon gehört und findet die Idee perfekt: „Ich würde es immer nutzen und mir wünschen, dass auch in der Schwebebahn und in den Schulen ein freier W-Lan-Zugang ist.“

Für Silas Leckebusch ist das Angebot vor allem attraktiv, um Datenvolumen zu sparen. „Das ist eine gute Idee, in anderen Ländern und Städten ist das ja schon möglich. Freies Internet sollte es überall geben, wo Leute sich aufhalten“, findet er.

Theresa Scholtyssek hat das Netz schon am Morgen ausprobiert. Angesichts des Chaos an den Bushaltestellen, sei das eine kleine Entschädigung, findet sie. „Wenigstens etwas“, sagt sie scherzhaft.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer