Bei der diesjährigen Woga können Bürger den Kunstschaffenden über die Schulter schauen und mit ihnen ins Gespräch kommen.

Im Atelier Maltopf tarfen sich Christiane Schnabel, Birgit Sträter, Monika Irlenbusch, Ariane Wolf und Lina Jagla (v.r.)
Im Atelier Maltopf tarfen sich Christiane Schnabel, Birgit Sträter, Monika Irlenbusch, Ariane Wolf und Lina Jagla (v.r.)

Im Atelier Maltopf tarfen sich Christiane Schnabel, Birgit Sträter, Monika Irlenbusch, Ariane Wolf und Lina Jagla (v.r.)

Fischer, A. (f22)

Im Atelier Maltopf tarfen sich Christiane Schnabel, Birgit Sträter, Monika Irlenbusch, Ariane Wolf und Lina Jagla (v.r.)

Wuppertal. Zum elften Mal konnten am vergangenen Wochenende interessierte Bürger zahlreiche Künstler dort besuchen, wo man eigentlich nie hin kommt: an deren Schreibtischen oder in deren Werkstätten, wo die Kunst entsteht. Zunächst im Osten der Stadt präsentierten sich im Rahmen der Woga (Wuppertaler offene Galerien und Ateliers) 49 Teilnehmer von Langerfeld bis Unterbarmen.

„Mal ist die Farbe hinten, mal vorne, mal laut, mal leise.“

Angèle Ruchti, Künstlerin

Hunderte Besucher waren dabei unterwegs durch die privaten Räume, wie auch Roland Horst. „So nimmt man mal wahr, was in der Stadt künstlerisch geschieht“, sagte er, während er sich die Bilder von Angèle Ruchti ansah, die mit ihren Werken Farbgeschichten erzählen will und Farbräume erkundet: „Mal ist die Farbe hinten, mal vorne, mal laut, mal leise“, erklärte die Künstlerin, die zum wiederholten Mal an der Woga teilnimmt.

„Wir finden Wuppertal sehr bunt“, waren sich Karin Wieder, Heike Lühr-Pestke und Anita Fichtel einig. „Es ist spannend, was es hier im Stadtteil alles gibt.“ Wie viele der Besucher haben sich die Frauen geradezu eine Route durch die Galerien und Ateliers erarbeitet. Viel wollten sie sehen, denn: „Es ist toll, dass man zugucken kann, wie etwas entsteht.“

Weiffenbach zeigt Skizzenbücher und erzählt die Geschichten dazu

Und die Künstler geben tatsächlich sehr private Einblicke: In Richard Weiffenbachs Atelier konnte man nicht nur die Pinsel und Farben stehen sehen, sondern er zeigte auch seine Skizzenbücher, nach deren Vorlage er stimmungsvolle Bilder alter Dorfszenen malt. „Ich bin nie ohne Skizzenbuch unterwegs“, sagte er – kommt man mit ihm ins Gespräch, erzählt er auch die Geschichten hinter den Bildern.

Die Woga bietet so die Möglichkeit, einmal ganz anders mit den Künstlern in Kontakt zu treten – so wie es bei einer Ausstellung in einer Galerie selten möglich ist. Das wussten auch Manuela Hakenberg und Ute Brüll zu schätzen: „Wir wollen dieses tolle kulturelle Angebot unterstützen.“ Bei ihrem Gang durch das Atelierhaus in der Wiescher Straße haben sie auch schon ein Lieblingsbild gefunden: die drei von Frank Lederhose in intensiven Farben auf die Leinwand gebrachten Kühe, die auf einer Almwiese liegen.

Am kommenden Wochenende öffnen die Galerien und Ateliers im Wuppertaler Westen. 94 Teilnehmer von Vohwinkel bis Rondsdorf zeigen ihre Werke. Sie öffnen am Samstag von 14 bis 20 Uhr, am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet.

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