Im Streit um ein Darlehen in einem illegalen Spielclub soll Seyho H. sein Opfer angeschossen und geschlagen haben.

Tatort Rathausmarkt in Viersen: Dort soll der Wuppertaler Seyho H. (51) am 4. Juli dieses Jahres auf den Viersener Imbissbuden-Besitzer Ökkes B. (38) geschossen haben.
Tatort Rathausmarkt in Viersen: Dort soll der Wuppertaler Seyho H. (51) am 4. Juli dieses Jahres auf den Viersener Imbissbuden-Besitzer Ökkes B. (38) geschossen haben.

Tatort Rathausmarkt in Viersen: Dort soll der Wuppertaler Seyho H. (51) am 4. Juli dieses Jahres auf den Viersener Imbissbuden-Besitzer Ökkes B. (38) geschossen haben.

Günter Jungmann

Tatort Rathausmarkt in Viersen: Dort soll der Wuppertaler Seyho H. (51) am 4. Juli dieses Jahres auf den Viersener Imbissbuden-Besitzer Ökkes B. (38) geschossen haben.

Wuppertal/Viersen. An den 4. Juli dieses Jahres wird sich Ökkes B. (38), Imbissbudenbesitzer aus Viersen, wohl immer erinnern. Ein Schuss traf ihn an diesem Tag in den Fuß, ein weiterer ins Hinterteil. Der zweite Schuss verursachte eine schwere Enddarmverletzung. Geschossen hat – so viel ist nach zwei Prozesstagen vor dem Mönchengladbacher Landgericht klar – Seyho H. (51) aus Wuppertal.

Am Mittwoch bestätigte es der Mann auf der Anklagebank. Allerdings will er nur zwei- und nicht dreimal abgedrückt haben, wie es ihm vorgeworfen wird. Dass er sein Opfer von dessen Imbissbude quer über den Rathausmarkt bis zum Kaiser’s-Markt verfolgt habe und den Mann dort, als er schon am Boden lag, noch einmal hochgezerrt und geschlagen habe, gab er zu. Unterschiedlich schildern die beiden, wie es zur Meinungsverschiedenheit gekommen ist. „Spielschulden“, wies der Angeklagte weit von sich. Es habe sich um ein „ganz normales“ Darlehen gehandelt.

Beim Glücksspiel fehlten dem Opfer vor drei Jahren 1200 Euro

Das allerdings sei in einem illegalen Spielclub ausgezahlt worden. Man habe dort gesessen, als das Opfer auf einmal kein Geld mehr gehabt habe, um weiter mitzuspielen. Da es dort aber nur um Bares gehe, habe Ökkes B. ihn gefragt, ob er ihm 1200 Euro leihen könne, berichtete der Angeklagte. Und genau das habe er getan – vor über drei Jahren, und nie einen Cent zurückerhalten. B. hält entgegen, er habe schon 900 Euro zurückgezahlt, und dann nichts mehr von dem Wuppertaler gehört.

Der habe am 4. Juli vor der Tür gestanden und 10.000 Euro verlangt – als Strafzinsen. Da habe er auf ihn losgehen wollen, um ihn zu verprügeln – und den Schuss in den Fuß bekommen, der zu der Verfolgungsjagd führte. Uneinig sind sich die beiden auch, wer die „50.000 Euro“ in den Mund genommen habe, die im Kaiser’s-Markt als Schuld genannt worden seien. Seyho H. will sie nicht gefordert haben, vielmehr habe sein Opfer sie ihm flehend angeboten. Ein Urteil wird im Januar erwartet.

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