Daniel Knoch hatte einen jungen Syrer aus dem Beyenburger Stausee gezogen.

Daniel Knoch hatte einen jungen Syrer aus dem Beyenburger Stausee gezogen.
Daniel Knoch ist gestern ausgezeichnet worden. Archiv

Daniel Knoch ist gestern ausgezeichnet worden. Archiv

A. Schwartz

Daniel Knoch ist gestern ausgezeichnet worden. Archiv

Wuppertal. Es war der 1. September, ein warmer Spätsommertag, als Daniel Knoch am Beyenburger Stausee Hilferufe hörte. Beherzt sprang der Langerfelder ins Wasser uns rettete einen jungen Syrier vor dem Ertrinken. Für diese Heldentat wurde Daniel Knoch am Donnerstagabend in Hamburg mit dem „Nivea Lebensretterpreis“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Firma Beiersdorf ausgezeichnet. Der mit 1500 Euro dotierte Preis für Einzelpersonen wird seit 2011 jährlich vergeben.

Eigentlich wollte Daniel Knoch, der einen DLRG-Rettungsschwimmerschein besitzt, die Rettung des jungen Flüchtlings gar nicht bekannt machen. Seine Vereinskollegen von der Bergischen Paddlergilde waren es aber, die der WZ damals den Tipp gaben.

Schließlich erzählte Daniel Knoch doch von den spannenden Minuten: „Wir haben den Geburtstag meiner Tochter gefeiert und gerade Kuchen gegessen, als wir Schreie hörten. Zuerst dachte ich, das seien Kinder. Aber dann habe ich eine Gruppe von jungen Männern gesehen, die in der Mitte vom See waren. Einer ist immer untergegangen.“

Michael Tscherniewski, der Vereinsvorsitzende der Paddler Gilde war Augenzeuge der Lebensrettung und weiß noch heute genau, wie es damals ablief und dass es eine Gruppe von Männern war, die im Stausee baden wollten: „Zwei andere Syrer – ebenfalls Nichtschwimmer – konnten sich mit Hilfe eines zugeworfenen Rettungsrings selbst ans Ufer bewegen.“ Dass Daniel Knoch nun ausgezeichnet wird, freut Michael Tscherniewski: „Mit der Auszeichnung trifft es genau den Richtigen. Wir sind alle sehr froh, dass er zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gewesen ist.“

Dass Nichtschwimmer die Wassertiefe und die niedrigen Temperaturen im Stausee falsch einschätzten, sei ein Dauerproblem, weiß Tscherniewski. Die Paddlergilde habe aufgrund des Vorfalls eine Rettungsleine angeschafft, die zusätzlich zum Rettungsreifen eingesetzt werden kann. jnw

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