CDU und SPD möchten Zusammenarbeit mit Uni, IHK und dem Wuppertal Institut.

Wuppertal. Die Grünen verfolgen das Thema bereits seit längerem. Nun machen sich auch CDU und SPD daran, Wuppertal als Standort für Energiewirtschaft zu profilieren - und die großen Fraktionen haben es damit auch direkt eilig.

In einem gemeinsamen Antrag fordern CDU und SPD die Verwaltung und die Wirtschaftsförderung auf, zusammen mit Wuppertaler Einrichtungen die Stadt als "Standort für Energiewirtschaft und Ressourceneffizienz" weiter zu entwickeln und dazu kurzfristig ein Konzept vorzulegen. Partner, die mit ins Boot sollen, sind insbesondere das Wuppertal Institut, die Energieagentur, Bergische Uni, IHK, Bergische Entwicklungsagentur, Wuppertaler Stadtwerke und natürlich Unternehmen.

Eile ist deshalb geboten, weil die Stadt sich noch Hoffnung auf Fördermittel aus dem entsprechendem EU-NRW-Programm macht. Deshalb sollen Verwaltung und Wirtschaftsförderung nun einen Förderantrag stellen. Ziel: Die Weiterentwicklung Wuppertals zu einem so genannten Energieeffizienzcluster. Das heißt: Wuppertal soll der NRW-Standort für nachhaltige Energiewirtschaft werden.

Gelingen könne das, so heißt es, wenn die einzelnen Einrichtungen stärker miteinander verbunden werden. Und da kann es hilfreich sein, dass die Stadtwerke schon jetzt mit dem Wuppertal Institut Produkte und Vermarktungskonzepte für das Klimaprogramm der Bundesregierung erarbeiten. Denn gerade solche Vernetzungen, an deren Ende Innovationen stehen, die die technologische Kompetenz der Wirtschaft in NRW erhöhen, haben bei dem Förderprogramm gute Chancen.

Die Grünen werfen den beiden Kooperationsparteien indes vor, dass diese Ideen von ihnen schon geraumer Zeit artikuliert worden seien.

Der Wettbewerb Energie.NRW wurde jetzt bereits zum zweiten Mal ausgelobt. Nach Kenntnis der Stadt wurden dabei von 147 Ideen zwölf auch umgesetzt und insgesamt mit rund 30 Millionen Euro unterstützt.

Abgelehnt wurden demnach insbesondere solche Projekte, bei denen die Kooperationen zwischen den einzelnen Teilnehmern nicht stark genug abgesichert waren.

Bis Ende August dieses Jahres müssen die jeweiligen Projektideen eingereicht sein. Nach einem ersten Jury-Urteil haben die Wettbewerbsteilnehmer dann ab Ende November die Chance, ihre Projekte innerhalb von acht Wochen konkreter zu beschreiben. Das heißt: Die angeführten Wuppertaler Akteure müssen nun sehr zügig zusammenrücken, um noch in den Genuss der EU-Förderung zu kommen.

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