Da kann man sich noch so sehr hinter Interna von Lieferverträgen flüchten: Es ist ein offenes Geheimnis, dass Winterdienste, die sich um Autobahnen und Landesstraßen kümmern, gerade in diesem Winter bevorzugt mit Salz versorgt werden. Städte wie Wuppertal schauen derweil in die Röhre: Sie verlassen sich vergeblich auf Lieferverträge - und können in Zeiten leerer Kassen auch nicht mal eben teures Salz hinzu kaufen, das unter Umständen noch nicht einmal die notwendige Qualität aufweist.

Dennoch muss gerade in Wuppertal eine Lösung her - immer in der Hoffnung, dass die Salz-Transporter schneller sind als das nächste Schneetief: Unfälle auf nicht oder nur schlecht gestreuten Straßen kommen ebenso auf die Stadt zu wie tausende Hausbesitzer, die sich fragen, ob sie für Zustände wie diese hier allen Ernstes Winterdienstgebühren zahlen sollen. Bei aller Rekordnachfrage muss den Salz-Lieferanten eines klar gemacht werden: Wuppertal ist kein Bittsteller, sondern ein wichtiger Kunde.

 

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