Bei „Wuppertal hilft“ kamen am Samstag in der Uni-Halle jeweils 25000 Euro für Kinder in Wuppertal und Erdbebenopfer in Haiti zusammen.

Oh happy day: Der Wupperchor, gerahmt vom Publikum in der Uni-Halle. Mehr als 2500 Besucher erlebten am Samstag nicht nur Chormusik, sondern einen Mix aus Klassik, Blues, Pop und Rock.
Oh happy day: Der Wupperchor, gerahmt vom Publikum in der Uni-Halle. Mehr als 2500 Besucher erlebten am Samstag nicht nur Chormusik, sondern einen Mix aus Klassik, Blues, Pop und Rock.

Oh happy day: Der Wupperchor, gerahmt vom Publikum in der Uni-Halle. Mehr als 2500 Besucher erlebten am Samstag nicht nur Chormusik, sondern einen Mix aus Klassik, Blues, Pop und Rock.

Uwe Schinkel

Oh happy day: Der Wupperchor, gerahmt vom Publikum in der Uni-Halle. Mehr als 2500 Besucher erlebten am Samstag nicht nur Chormusik, sondern einen Mix aus Klassik, Blues, Pop und Rock.

Wuppertal. Ihre Bilder gehen um die Welt: die Kinder Haitis. Tausende verloren bei dem verheerenden Erdbeben die Eltern. Die internationale Hilfsbereitschaft ist groß - auch in Wuppertal. Lokale Stars traten am Samstag beim Benefizfestival "Wuppertal hilft" in der Uni-Halle auf. Und mit ihnen feierten nach Angabe der Veranstalter 2500 Gäste.

Die Bethe-Stiftung verdoppelte
das Eintrittsgeld auf 50000 Euro

"Das ist das best besuchteste Festival aller Zeiten", sagt Stefan Mageney, Organisator und Sänger der Gruppe Bourbon Street. Den Eintritt - den die Bethe-Stiftung auf 50000Euro verdoppelt - spenden die Veranstalter zu gleichen Teilen an die Organisationen Kindertal und die Kindernothilfe. Man wolle keine Wertigkeit von Not entstehen lassen, begründet Kindertal-Schirmherrin Vivica Mittelsten-Scheid die Entscheidung: Es sei Lebensnotwendiges, wie etwa Möbel, Kleidung oder ein Zuschuss für eine Klassenfahrt, die die Organisation für arme Kinder in Wuppertal aufbringe.

In Haitis Hauptstadt Port-au-Prince soll auch dank der Spenden aus Wuppertal ein Kinder-Notfallzentrum errichtet werden. Ein Hilfsprojekt, dass Christina Rau, Botschafterin der Kindernothilfe, ein geeignetes Projekt den Wuppertalern vorschlug. "Uns war wichtig, nicht in ein schwarzes Loch zu spenden", sagen die Benefiz-Organisatoren Mageney und Monika Hensche.

Die "lange Nacht der Herzen - von Wuppertalern für Wuppertaler", moderiert von Michael Brockordt (fesch im schwarzen Glitzersakko) war einzigartig in ihrer musikalischen Vielfalt - von Chor, Gospel, Rock und Schlager bis hin zu Klassik, Blues und Pop.

"Uns war wichtig, nicht in ein schwarzes Loch zu spenden"

Monika Hensche und Stefan Mageney, Organisatoren des Benefiz-Festivals

Nach schwerer Krankheit wieder auf der Bühne: Schlager-Sänger Ted Power: "Wenn ich euch alle im Herzen trage, geht’s mit wieder gut". Erstmals stand er mit seinem Sohn auf der Bühne, als er den Song "Dein Herz für Kinder" sang. Später versprach Andy D. noch "ein bissken Dampf" und bot den Party-Hit "Après-Ski in Chamonix" dar.

Es war eine rauschende Rocknacht. Fünf Bands spielten am Freitag in der Vohwinkeler Hako-Arena vor mehr als 250 Besuchern. Auf der Bühne standen "Move the Groove", "The Black Shadows" "Soultown", "Velvet Flames" und "Opa kommt". Der Erlös von 2500 Euro geht an die Kindernothilfe zu Gunsten der Erdbebenopfer von Haiti. Wie bei der Aktion "Wuppertal Hilft" werden die Einnahmen der Hako-Rocknacht durch die Bethe Stiftung verdoppelt. ebi

Rockiger ging’s bei der Gruppe Mente zu. Ihr wie sie selbst sagen, multilingualer Deutschrock brillierte neben dem Gesang mit einer packenden Lichtershow. Überhaupt gelang es der Technik keine Pausen zwischen den Künstlerwechseln auf der Bühne entstehen zu lassen.

Birgitta Radermacher, neue Polizeipräsidentin, und Börsen-Chefin Petra Lückerath dürfte nicht nur der Auftritt der Bigband des Landespolizeiorchesters gefallen haben. Auch das Klassik-Trio mit Professor Klaus-Michael Leifeld, Bernd Frommeyer, Angela Hölscher ließ mit "O sole mio", (zu deutsch: "meine Sonne") dieselbige aufgehen.

Den Song "Oh happy day" machte der Wupperchor mit Tine Vogel, Sängerin der Gruppe The Gospel Train, zur Devise der Charity-Veranstaltung. Und die "Wuppertal hilft"-Allstars sangen das eigens für den Gig komponierten Song "lend the hand".

Tobias Regner, Gewinner von der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstars", überraschte die Zuschauer und den angereisten Fanclub, der spontan 150Euro spendete, mit seinem neuen musikalischen Weg: Rock und deutsche Texte. Bunt wie ein Lollipop war der Auftritt von Sascha Klaar, selbst ernannter "Teufel am roten Piano". Emotional war der von ihm angeregte "Augenblick für Haiti", den Song "Imagine" lang hielten die Zuschauer inne und dachten an die, denen es nicht gut geht: den Kindern in Haiti - und in Wuppertal.

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