150 Mitwirkende treten in der Uni–Halle zugunsten des Weissen Rings Wuppertal auf. 60 Firmen helfen mit.

Das Jugendensemble Musical and Dance vom Tanzhaus Wuppertal zeigte den Tanz der Vampire in seiner Version.
Das Jugendensemble Musical and Dance vom Tanzhaus Wuppertal zeigte den Tanz der Vampire in seiner Version.

Das Jugendensemble Musical and Dance vom Tanzhaus Wuppertal zeigte den Tanz der Vampire in seiner Version.

Die Band Casa d’locos rockte die Uni-Halle mit südamerikanischen Rhythmen.

Uwe Schinkel, Bild 1 von 2

Das Jugendensemble Musical and Dance vom Tanzhaus Wuppertal zeigte den Tanz der Vampire in seiner Version.

Wuppertal. Als Meike Rath ihre Harfe zum Klingen brachte, wurde es auf einmal ruhig in der Uni-Halle. Ganz verzaubert lauschten die Besucher des Benefizfestivals den sanften Klängen. Lars Hausmann war überrascht und angetan: „Bisher wusste ich noch gar nicht, wie Harfe klingt“, sagte der 26-Jährige schmunzelnd. Kein Wunder, dass die Harfenistin begeistern konnte, das hat sie bereits bei der Eröffnungsgala der Frauen-Fussball-WM geschafft.

Etwa 1600 Besucher kamen zum Benefizfestival für den Weissen Ring am Samstag in die Uni-Halle. Das Event für den guten Zweck wurde vom Verein „Wuppertal hilft!“ veranstaltet.

Schwer in Mode: der Haarschnitt von James Dean

„Super, dass es alle 20 Minuten was anderes zu sehen gibt“, fand Matthias Schäfer. Ein stetiger Wechsel ließ Langeweile keine Chance. Michael Brockordt moderierte und versprach ein langes Programm ohne Umbaupausen. Während die Cover-Band Setlist Songs aus den 50er Jahren spielte, konnten sich männliche Besucher von Norbert Schmidt vom Salon Schmidt Schnitt die passende Frisur schneiden lassen. Folglich hatten auffallend viele Herren eine gwisse Ähnlichkeit mit James Dean.

Spätestens bei dem Auftritt der Band Casa d’ locos klatschten auch die, die es sich auf den Rängen gemütlich gemacht hatten, zum südlichen Rhythmus. Der Saal tobte. Mitgesungen wurde später auch, denn das Publikum konnte der Aufforderung des international bekannte Musical-Darstellers Patrick Stanke nicht widerstehen.

150 Künstler aus der Region tanzen und singen

Die 150 Künstler kommen aus der Region, ein gewisser Bekanntheitsgrad war ebenfalls Kriterium bei der Auswahl. So bekamen die Zuschauer die Formation „Arabesque“ des ASV aus der Ersten Bundesliga des Jazz- und Modern Dance zu sehen. Und die Vampire von Musical and Dance, amtierender Landesmeister NRW vom Tanzhaus Wuppertal, verwandelten die Uni-Halle für kurze Zeit in eine schaurige Welt.

Unterstützung durch mehr als 60 Unternehmen

Das erste Festival im Jahr 2005 brachte 13 800 Euro für den guten Zweck ein. Seitdem haben sich die Summen stetig vergrößert, so dass letztes Jahr 55 500 Euro zusammengekommen sind.

 

"Abgesehen von dem Geld, das wir einnehmen, ist es mir wichtig, dass die Opfer von Verbrechen und Straftaten in den Fokus rücken“, sagt Veranstalter Stefan Mageney. Er hofft spätestens beim zehnten Benefizfestival der Aktion Wuppertal hilft die Uni-Halle endlich einmal mit 3500 Besuchern zu füllen: „Dann wäre die Veranstaltung ausverkauft“.
 

Es gab 22 Acts, mehr als 60 Wuppertaler Unternehmen unterstützen die Veranstaltung und sämtliche Einnahmen wurden gespendet. Stefan Mageney, Vorsitzender des Vereins „Wuppertal hilft!“, hat das Festival mit Monika Hensche vor sieben Jahren ins Leben gerufen. Diesmal hat der Verein entschieden, die Unterstützung der Wuppertaler Zweigstelle des Weissen Rings, der sich um die Opfer von Gewaltverbrechen kümmert, zukommen zu lassen.

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