Planungen für Platz und Gebäudekomplex werden umgeworfen. Der Grund: ein weiterer Zugang zum Bunker.

Die Elberfelder Lokalpolitiker diskutierten engagiert über das Café Cosa.
Noch ist das Café Cosa im Köbo-Haus beheimatet. Ende des Jahres muss es aber umziehen. Archiv

Noch ist das Café Cosa im Köbo-Haus beheimatet. Ende des Jahres muss es aber umziehen. Archiv

Stefan Fries

Noch ist das Café Cosa im Köbo-Haus beheimatet. Ende des Jahres muss es aber umziehen. Archiv

Bis zu ein Jahr länger könnte es dauern, bis der Wupperpark Ost am Döppersberg fertiggestellt ist, so Frank Meyer, Baudezernent der Stadt, auf Nachfrage. Er rechne mit einer Fertigstellung im vierten Quartal 2019. Die Pläne für den Platz zwischen Köbo-Haus und Brausenwert werden sich offensichtlich radikal ändern. Bisher waren zwei Gebäude – in einem der Info-Pavillon der Stadt Wuppertal, in einem anderen zum Brausenwerth hin das Café Cosa – und in der Mitte ein begrünter Platz mit Parkcharakter geplant. Dort soll jetzt ein zusätzlicher Zugang zum Bunker entstehen, den die Wuppertaler Brüder Thomas und Markus Riedel zur Eventlocation umbauen möchten. Die Idee des zusätzlichen Eingangs sei plausibel, daher gehe die Stadt gerne auf die planerische Änderung ein. „Es geht um eine kulturelle Einrichtung, die Menschen nach Wuppertal ziehen wird“, sagt Meyer. Er glaube, das sei es wert, Verzögerungen in Kauf zu nehmen. Zusätzliche Kosten entstünden der Stadt nicht. Der Investor müsse die Kosten für die neue Planung tragen. Dazu gehört auch ein neues Ausschreibungsverfahren, bei dem Architekten ihre Entwürfe einreichen können.

Durch die Änderungen müssen beispielsweise auch neue Baugenehmigungen eingeholt und der Brandschutz erneut abgeklärt werden. Bereits im September hatte die Stadt zugeben müssen, dass sich der Bau verzögern wird – von wenigen Wochen war damals die Rede. Laut Meyer gibt es bisher keinen neuen Zeitplan für die Bauarbeiten. Der soll in den nächsten Wochen aber vorliegen.

Diese spontane planerische Kehrtwende hat nicht nur Auswirkungen auf die Platzgestaltung am Döppersberg. Für das Café Cosa, das aus dem Köbo-Haus bis Ende des Jahres ausziehen muss, bedeutet das ein zusätzliches Provisorium. Geplant ist, dass die Anlaufstelle für die Drogenszene für das Jahr 2018 am Kirchplatz untergebracht wird. Bis der Wupperpark in 2019 fertiggestellt wird, soll ein anderer Standort im Umkreis des Döppersbergs für das Szene-Café gefunden werden, teilt Sozialdezernent Stefan Kühn auf Nachfrage mit. Das Angebot müsse auch in der Übergangszeit in der Nähe des Döppersbergs liegen, um sein Publikum erreichen zu können. Für die Leiterin des Café Cosa kam die Nachricht überraschend. Wichtig sei, so Klaudia Herring-Prestin, dass sie gegenüber den Anliegern des Kirchplatzes ihr Wort halten kann, die Zwischenlösung an der Calvinstraße für ein Jahr zu nutzen. Der Umzug des Cafés dorthin beginnt ab Montag. Im Januar soll mit einem Kaffee für Anlieger eröffnet werden.

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