Auch Kinder, deren Eltern Schulden bei den Stadtwerken haben, erhalten das begehrte Abo.

Auch Kinder, deren Eltern Schulden bei den Stadtwerken haben, erhalten das begehrte Abo.
Das Schoko-Ticket ist bei Schülern begehrt, denn es darf auch in der Freizeit genutzt werden.

Das Schoko-Ticket ist bei Schülern begehrt, denn es darf auch in der Freizeit genutzt werden.

Das Schoko-Ticket ist bei Schülern begehrt, denn es darf auch in der Freizeit genutzt werden.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Das Schoko-Ticket ist bei Schülern begehrt, denn es darf auch in der Freizeit genutzt werden.

Wuppertal. Beim Verkauf des ermäßigten Schokotickets für Schüler wird es in Zukunft keinen Ausschluss mehr von Personengruppen geben, die Schulden bei den Stadtwerken haben. Im Juni war nach einem Bericht in der WZ ein Fall bekannt geworden, in dem die Stadtwerke Eltern den Verkauf eines ermäßigten Schokotickets für ihre Kinder zum ermäßigten Preis von zwölf Euro pro Monat per Bankeinzug verweigert hatten. Die Stadtwerke hatten der Familie stattdessen den Kauf eines sogenannten  Young-Tickets  zum Preis von monatlich 52,40 Euro angeboten, das es für Barzahler zu kaufen gibt. Im Schulausschuss erklärte der Beigeordnete Stefan Kühn  am Mottwoch,  dass sich Stadt und WSW darauf geeinigt haben, in Zukunft jeden Fall einzeln zu prüfen, um eine einvernehmliche Lösung mit den Familien zu finden.

Der Kinderschutzbund kritisierte damals das Vorgehen der WSW und konnte in einem Fall eine Einigung herbei führen. In einem weiteren Fall blieben die Stadtwerke allerdings hart und verwiesen auf die Bestimmungen des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr.

Die Fraktion „Die Linke“ stellte bereits im Juni einen Antrag, in dem sie die Stadt aufforderte, ihrer Verantwortung als Schulträger gerecht zu werden. Wegen der Sommerferien wurde der Antrag erst am Mittwoch im Schulausschuss behandelt. Gunhild Böth, Sprecherin der Linken im Schulausschuss, sprach von einem guten Ergebnis. „Ich finde es gut, dass es so gelöst worden ist“, sagte sie und konnte den Antrag als erledigt abhaken.

Anspruch gilt auch bei langem Schulweg

Der Beigeordnete Stefan Kühn hatte darauf hingewiesen, dass davon auszugehen sei, dass es in den betroffenen Familien grundlegende finanzielle Probleme gebe. „Auch für Menschen, die über kein Konto verfügen, muss es eine Möglichkeit geben, ein ermäßigtes Schokoticket zu kaufen.“

Empfänger von Sozialleistungen werden ohnehin von der Zahlung des Eigenanteils von zwölf Euro befreit. Den Eigenanteil müssen die Käufer pro Monat zahlen, weil die Karte von den Schülern auch in der Freizeit und in den Ferien genutzt werden kann. 360 000 Euro pro Monat zahlt die Stadt für ermäßigte und kostenlose Schokotickets an die WSW. Die Schülerfahrten machen etwa die Hälfte aller Fahrten im Öffentlichen Nahverkehr aus.

Anspruch auf eine Ermäßigung haben auch Kinder, die einen ungewöhnlich langen Schulweg haben, oder die gehandicapt sind. Für die Primarstufe gilt eine Distanz von zwei Kilometern zur nächstgelegenen Schule, bei der Sekundarstufe I sind es 3,5 Kilometer und bei der Sekundarstufe II fünf Kilometer.

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