Verein, Friedrich-Bayer-Realschule und Jobcenter wollen Fußball-Kids Perspektiven bieten.

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Die Kooperation zwischen WSV und Friedrich-Bayer Realschule hat bereits begonnen. Seit dem Schulahresbeginn trainieren A-Lizenz-Inhaber Thomas Richter (l.) und C-Jugend-Coach Tancu Mahmout vom WSV zweimal wöchentlich die Schüler der ersten FBR-Fußballklasse.

Die Kooperation zwischen WSV und Friedrich-Bayer Realschule hat bereits begonnen. Seit dem Schulahresbeginn trainieren A-Lizenz-Inhaber Thomas Richter (l.) und C-Jugend-Coach Tancu Mahmout vom WSV zweimal wöchentlich die Schüler der ersten FBR-Fußballklasse.

Andreas Fischer

Die Kooperation zwischen WSV und Friedrich-Bayer Realschule hat bereits begonnen. Seit dem Schulahresbeginn trainieren A-Lizenz-Inhaber Thomas Richter (l.) und C-Jugend-Coach Tancu Mahmout vom WSV zweimal wöchentlich die Schüler der ersten FBR-Fußballklasse.

Wuppertal. Zehntausende Kinder- und Jugendliche in Deutschland träumen von einer Karriere als Fußball-Profi. An der Spitze kommen aber nur die wenigsten an, auch wenn sie jahrelang viel Energie in den Fußball investiert haben. Wer darüber Schule und Ausbildung vernachlässigt hat, steht oft plötzlich ohne Perspektive da.

Mit dem Wuppertaler SV, der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) und dem Wuppertaler Jobcenter haben sich jetzt Kooperatioonspartner gefunden, die dem mit einem leistungssportlich wie sozial geprägten Projekt gegensteuern wollen. Zusatztraining durch lizensierte Trainer, Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung sowie Rat bei der Lehrstellensuche sind die Bestandteile.

„Wir wollen damit dokumentieren, dass die Jugendarbeit das Herzstück des Vereins ist“, sagt WSV-Vorstand Lothar Stücker. Bei Gesprächen mit Oberbürgermeister und Wirtschaft habe er eine sehr positive Resonanz gespürt. Zu Jobcenter-Chef Thomas Lenz, der WSV-Verwaltungsratsmitglied ist, besteht die Nähe ohnehin.

Stücker hofft, wie Hartmut Eulner, Schulleiter der Friedrich-Bayer-Realschule, dass durch eine derart intensive Betreuung auch Talente in Wuppertal gehalten werden können, nach denen große Vereine aus dem Fußball-Westen die Fühler ausstrecken. Selbst Schalke 04 habe schon um eine Zusammenarbeit angefragt, so Eulner.

Offen sein soll die Kooperation auch für Schüler anderer Schulen und Fußballer anderer Vereine. Noch muss alles finanziert werden. „Wir stellen uns eine Stiftung vor“, sagt Lothar Stücker und rechnet mit einem Anfangsbedarf von rund 300.000 Euro.

Die Friedrich-Bayer-Realschule ist sportbetonte Schule. Durch die Fußballkoperation hofft sie auch, der nächst höheren Förderstufe als NRW-Sportschule näherzukommen.
 

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