Für die zweite Staffel drehen die Macher in der Schwimmoper und auf dem Sparkassenturm.

Für die zweite Staffel drehen die Macher in der Schwimmoper und auf dem Sparkassenturm.
Marcel Becker-Neu und Marc Schießer (v.l.) wollen Wuppertal erneut in all seinen Facetten für ihre Mystery-Serie einfangen.

Marcel Becker-Neu und Marc Schießer (v.l.) wollen Wuppertal erneut in all seinen Facetten für ihre Mystery-Serie einfangen.

Andreas Fischer

Marcel Becker-Neu und Marc Schießer (v.l.) wollen Wuppertal erneut in all seinen Facetten für ihre Mystery-Serie einfangen.

Wuppertal. Größer, teurer, aufwendiger – und düsterer. In der kommenden zweiten Staffel der Webserie Wishlist wollen die Macher Marc Schießer und Marcel Becker-Neu ihre Serie auf ein neues Level heben. „Das sind jetzt Luxus-Bedingungen für uns“, berichtet Schießer am Rande des Wishlist-Sets. „Wir können uns jetzt endlich mehr auf unsere eigentlichen Aufgaben konzentrieren“, sagt er. Bei den Dreharbeiten zur ersten Staffel habe das Duo oftmals zehn Aufgaben gleichzeitig übernommen – bis hin zum Anstreichen des Sets. Aus der 14-Mann-Crew ist in der zweiten Staffel ein 35-köpfiges Team geworden. „Unser stressigster Tag bei Staffel 2 fühlt sich im Vergleich zur ersten Staffel wie eine Mittagspause an“, scherzt der Regisseur. Marcel Becker-Neu ergänzt: „Das war eine mega harte Schule, aber wir haben extrem viel gelernt.“

„Der Anfang und das Ende sollen außergewöhnlich gut werden“

Und das wollen die kreativen Wuppertaler jetzt unter Beweis stellen. Gestern meisterten sie den 25. von 67 geplanten Drehtagen, diesel Mal im Haus Müngsten auf Solinger Stadtgebiet. An diesem Tag gingen die beiden mit einer Portion extra Druck an die Arbeit, denn die Szenen rund um ein Frühstück zwischen der Serien-Charakter Dustin und einer undurchsichtigen neuen Figur werden das Erste sein, was die Fans von der neuen Staffel zu sehen bekommen. „Da geht man schon anders in den Tag“, sagt Becker-Neu, der mit Dustin einen der Protagonisten verkörpert. „Der Anfang und das Ende sollen außergewöhnlich gut werden.“

Welche Wendung die spannungsgeladene Szene nimmt, darf jetzt noch nicht verraten werden. Nur so viel: Es kommen auch Spezialeffekte zum Einsatz. Hinter der Glasfront des Lokals bauten die Serienmacher eine 30 Meter langen Greenscreen auf. In „Wishlist“ spielt sich das Geschehen nicht im Grünen ab, weshalb später digital Hochhäuser in den Hintergrund eingefügt werden.

Obwohl die erste Staffel schon einiges von Wuppertal gezeigt hat, werden Lokalpatrioten in der kommenden Staffel, die dieses Mal aus zwölf Folgen bestehen soll, die jeweils eine verlängerte Laufzeit von rund 25 Minuten haben, noch mehr auf ihre Kosten kommen. So stehen in Staffel zwei unter anderem auf dem Drehplan: die Schwimmoper, das Dach des Sparkassenturms, der Kiesbergtunnel, die Wuppertaler JVA, die Else-Lasker-Schule und der Butan-Club. Zudem kommen auch wieder der Kalksteinbruch Oetelshofen und die Schwebebahn als Location vor. Letztere soll in der zweiten Staffel zwei noch einmal präsenter sein.

Schießer ist sehr zufrieden mit Wuppertal als Drehort: „Die Stadt ist super vielseitig. Wir finden hier alles: von landschaftlich schönen Gegenden bis hin zu fiesen Straßen.“ Zudem sei Wuppertal filmisch einfach noch nicht so verbraucht wie andere Städte.

Bis zum Start der neuen Staffel müssen sich die Fans noch etwas gedulden. Die erste Folge wird voraussichtlich am 14. Dezember ins Netz gestellt. Dann sind neben den bekannten Gesichtern der ersten Staffel auch wieder Youtube-Gaststars wie Dagi Bee zu sehen. Neu dabei ist ab sofort auch Schauspielerin Anja Kling. Hinter Wishlist steckt der öffentlich-rechtliche Kanal „Funk“.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer