Immobilientag der Stadtsparkasse informierte über die aktuellen Angebote. Veranstaltung verzeichnete jedoch einen leichten Besucherrückgang.

Virtuell durch die neue Immobilie: Spezialist Dirk Wagner (l.) zeigt Stefan Oppe und Anke Janek eine Wohnung.
Virtuell durch die neue Immobilie: Spezialist Dirk Wagner (l.) zeigt Stefan Oppe und Anke Janek eine Wohnung.

Virtuell durch die neue Immobilie: Spezialist Dirk Wagner (l.) zeigt Stefan Oppe und Anke Janek eine Wohnung.

Andreas Fischer

Virtuell durch die neue Immobilie: Spezialist Dirk Wagner (l.) zeigt Stefan Oppe und Anke Janek eine Wohnung.

Wuppertal. Vielleicht war es ja das frühlingshafte Wetter, vielleicht war nach den tollen Karnevalstagen bei einigen potenziellen Besuchern auch die Luft raus - fest steht auf jeden Fall, dass zu dem Immobilientag in der Stadtsparkasse am Samstag etwas weniger Menschen kamen als im Vorjahr. „Wir haben in diesem Jahr etwa 4000 Besucher“, sagte der Sprecher der Stadtsparkasse, Jürgen Harmke. Im Vorjahr waren es noch etwa 300 Gäste mehr gewesen, die den Weg zu der führenden Immobilienmesse in der Region gefunden hatten.

Immerhin: Bei den Ausstellern konnte mit 72 ein erneuter Zuwachs verzeichnet werden. Wobei es wieder die gewohnte Zweiteilung gab: In der Ausstellungshalle am Johannisberg präsentierten sich Immobilienunternehmen, Projektentwickler und Bauträger, in der Halle am Islandufer fanden sich Firmen aus dem Bereich „Renovieren und Sanieren“, die ihre Produkte und Dienstleistungen anboten. Zudem gab es in der Halle am Islandufer 24 Vorträge für Immobilienbesitzer und solche, die es werden wollen.

Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen

Da wurden Themen wie energetische Sanierung, Schimmelpilz in Wohngebäuden, Blockheizkraftwerke oder Wärmepumpen besprochen. Mit dem Immobilientag hat die Stadtsparkasse unterdessen ihre Kapazitäten weitgehend ausgelastet. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Gunther Wölfges, freute sich, dass sich der Immobilientag in seiner mittlerweile 35. Auflage „sehr gut entwickelt“ habe. Man biete einen „Markt für Verkäufer“ und helfe den Kaufinteressenten, einschätzen zu können, „was sie sich leisten können“. Dass es diesmal etwas weniger Besucher als im letzten Jahr waren, nahm er sportlich. „Die Menge ist nicht immer entscheidend, wenn die Qualität stimmt“, sagte Wölfges.

Und von der zeigten sich die Aussteller in den meisten Fällen angetan. Er sei „absolut zufrieden“ mit den Kundengesprächen und habe auch schon einige Besichtigungstermine mit Interessenten vereinbaren können, sagte Makler Frank Müller. Derzeit hat er über seine Firma etwa 130 Objekte in der Vermarktung. Etwa zwei Drittel liegen in Wuppertal, weitere 20 Prozent in Remscheid, der Rest im Umland. Nach wie vor sei die Nachfrage nach Immobilien höher als das Angebot, betonte er. Die Vermutung, dass dafür vor allem die niedrigen Zinsen verantwortlich seien, wollte er nicht so ohne weiteres unterschreiben. Gründe für die gute Nachfrage nach Immobilien seien vor allem die gute konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und der Glaube an die „eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ des potenziellen Käufers.

3550 Immobilien wurden im vergangenen Jahr verkauft

Ein positives Bild über die Lage am Wohnungsmarkt vermittelt auch der aktuelle Grundstücksmarktbericht, der auf dem Immobilientag vorgestellt wurde. Demnach sind im vergangenen Jahr 3550 Immobilien in Wuppertal verkauft worden - das bedeutet gegenüber 2015 einen Zuwachs von zwölf Prozent. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 763 Millionen Euro zu.

Zugleich sind die Preise in allen Segmenten gestiegen: So ging der Preis bei Einfamilienhäusern wie auch Reihenhäusern und Doppelhaushälften seit dem Jahr 2010 um etwa 20 Prozent nach oben. Bei den unbebauten Grundstücken nahmen die Preise von 2015 bis 2016 um vier bis sechs Prozent zu. „Die Preise ziehen sukzessiv an“, sagte auch der Leiter der Immobilienvermittlung bei der Stadtsparkasse, Dirk Wagner. Die Preise für Immobilien dürften in diesem Jahr im Durchschnitt um 2,5 bis maximal 5 Prozent steigen, erklärte er. Solange die Zinsen derartig niedrig seien, blieben die Immobilien eine beliebte Geldanlage. Zugleich profitiere die Stadt davon, dass sie mittlerweile über ein besseres Image verfügt als noch vor etwa fünf oder zehn Jahren.

Mittlerweile würden auch Investoren zum Beispiel aus Berlin Objekte in der Stadt erwerben: „Wuppertal zieht an!“ Spekulative Preisentwicklungen bei den Immobilien wie in Düsseldorf oder Köln seien in Wuppertal nicht zu erwarten, die Gefahr einer Preisblase bestehe am hiesigen Immobilienmarkt nicht, betonte Wagner. Bedenklich sei, dass es an Neubaugebieten fehle. Hier sei die Stadt gefragt, für Bauflächen zu sorgen. Sonst drohe eine Entwicklung, bei der die Bauträger mit ihren Projekten in Nachbarstädte auswichen.

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