Dänische Immobilienbesitzer trennen sich von Curanis-Hausverwaltung.

Wuppertal. Das dürfte den mehr als 4000 Mietern der mittlerweile zur dänischen Tower-Gruppe gehörenden Wohnhäuser in Wuppertal einen ordentlichen Schrecken eingejagt haben: Die Curanis Wohnimmobilien GmbH hat sie angeschrieben und mitgeteilt, dass sie die Verwaltertätigkeit einstellt, "da wir für unsere vertraglich vereinbarten Leistungen nicht mehr bezahlt werden".

Ein neuer Ansprechpartner könne nicht genannt werden, da Tower diesen selbst nicht benannt habe. Auch wegenen etwaiger Mängel in den Wohnungen könne Curanis nicht mehr helfen. Der einzige Hinweis für Mieter mit Problemen ist die Berliner Anschrift der Tower 1 Immobilien GmbH.

In der dänischen Zentrale von Tower 1 ist das Curanis-Schreiben bekannt. Frank Scholz, einer der deutsch-sprechenden Verantwortlichen in Dänemark, will zwar nicht viel über Curanis sprechen, lässt aber durchsickern, dass Tower mit der Hausverwaltung nicht zufrieden war und Schaden befürchtet. Deshalb sei es zu der Kündigung mit Wirkung zum 31. Januar gekommen.

Scholz räumt ein, dass es nun wohl noch einige Zeit dauern werde, bis die neuen Strukturen funktionsfähig aufgebaut sind. Jedenfalls will Tower nun unter anderem mit für die Technik zuständigen Verwaltern aus Wuppertal zusammen arbeiten. Es dauere aber nun einmal, alles komplett neu zu regeln. Das ginge beispielsweise schon bei der Schlüsselübergabe los. Wohl auch deshalb hat Tower mittlerweile ein Büro am Neuenteich 97 eingerichtet.

"Wir glauben an Wuppertal", sagt Scholz jedenfalls. Immerhin hat Tower als einer derjenigen ausländischen Investoren, die während der vergangenen rund zwei Jahre in Wuppertal massiv Häuser gekauft haben, bislang rund 150 Millionen Euro in Wuppertal investiert. Für dieses Geld hat das Unternehmen mehr als 300 Häuser erworben. In diesen Häusern befinden sich gut 2000 Wohneinheiten.

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