Sparkassenchef Peter Vaupel kündigt an, weiter Garant des bergischen Mittelstandes sein zu wollen.

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Die Wuppertaler Sparkasse ist auch in Krisenzeiten ein ort solider Finanzpolitik. Die Zahlen sind gut.

Die Wuppertaler Sparkasse ist auch in Krisenzeiten ein ort solider Finanzpolitik. Die Zahlen sind gut.

Gerhard Bartsch

Die Wuppertaler Sparkasse ist auch in Krisenzeiten ein ort solider Finanzpolitik. Die Zahlen sind gut.

Wuppertal. Die Wuppertaler Stadtsparkasse trotzt der Krise. Vorstandschef Peter Vaupel legte während der heutigen Bilanzpressekonferenz gute Zahlen vor, räumte aber ein, dass die Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden ist. In seinem Engagement für den Wuppertaler Mittelstand will das öffentlich-rechtliche Finanzinstitut nicht nachlassen, Vaupel machte klar, dass es in der Stadt keine Kreditklemme gebe und das auch so bleibe.

Die Sparkasse hat ihr Betriebsergebnis um etwa fünf Millionen Euro auf 51,7 Millionen Euro steigern können. Die Eigenkapitalquote beträgt stolze zwölf Prozent. Aber: Die Sparkasse wird laut Vaupel in den nächsten Jahren Geld zurücklegen, um eventuell auftretende Risiken finanzieren zu können, die mit der Rettung der maroden WestLB zusammenhängen. Die Sparkasse muss vier Prozent des Anteils aufbringen, den der Rheinisch-Westfälische Sparkassenverband zur Rettung beitragen muss.

"Wenn mal ein schlechtes Jahr kommt, dann bedauern wir das sehr."

Peter Vaupel, Sparkassenchef, zu einem möglichen Ausfall der Zahlung an die Stadt...

Drei Millionen Euro wird die Sparkasse zudem in diesem Jahr an die defizitäre Wuppertaler Stadtkasse überweisen - wenn keine Belastungen aus der WestLB-Misere resultieren, wie Vaupel einschränkte. Im Sparkonzept Wuppertals ist eine jährliche Zahlung von drei Millionen Euro an die Stadt vorgesehen, was Vaupel auch bestätigte. Er machte aber klar, dass die Summe jedes Jahr neu verhandelt werden müsse.

"Das hatten wir zu Beginn von 2009 nicht zu hoffen gewagt."

...und über das gute Ergebnis im Jahr 2009.

Ansonsten strotzt die Führungsmannschaft der Sparkasse vor Selbstvertrauen. Der Marktanteil von 60 Prozent in Wuppertal konnte leicht gesteigert werden, die Bilanzsumme stieg auf 6,29 Milliarden Euro. 4,65 Milliarden Euro an Krediten hat die Sparkasse derzeit vergeben, auch das Neugeschäft zog 2009 an. Wert legte der Sparkassenchef auf die Feststellung, dass die Mitarbeiter keine Provision für den Verkauf von Produkten erhalten. Vielmehr gehe es um die langfristige Bindung der Kunden und deren Zufriedenheit, die nach einer neuen Umfrage erneut gestiegen ist.

32 Millionen Euro hat die Sparkasse in den Umbau ihrer Filialen investiert und spricht klar das Bekenntnis aus, in allen Stadtteilen vertreten sein zu wollen. Wuppertals Ganztagsschulen erhalten ein kostenloses Terminal für das bargeldlose Bezahlen in der Mensa.

Das neue Vorstandsmitglied Axel Jütz hat 1986 bei der Wuppertaler Sparkasse eine Ausbildung absolviert, bevor er an der Bergischen Universität Wirtschaftswissenschaften studierte und mit Diplom abschloss. Anschließend arbeitete er drei Jahre bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, bevor er nach Wuppertal zurückkehrte und in der Abteilung Betriebswirtschaftslehre der Sparkasse arbeitete. Axel Jütz ist gebürtiger Wuppertaler. (rom)

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