Sparkassenchef Peter Vaupel: Die Krise ist überwunden. Viele Unternehmen planen größere Investitionen.

Bilanz
Gute Nachrichten brachten Vorstandschef Peter Vaupel (Mitte), Norbert Brenken (rechts) und Vorstandsmitglied Axel Jütz (links) am Montag zur Bilanzpressekonferenz der Stadtsparkasse mit.

Gute Nachrichten brachten Vorstandschef Peter Vaupel (Mitte), Norbert Brenken (rechts) und Vorstandsmitglied Axel Jütz (links) am Montag zur Bilanzpressekonferenz der Stadtsparkasse mit.

Andreas Fischer

Gute Nachrichten brachten Vorstandschef Peter Vaupel (Mitte), Norbert Brenken (rechts) und Vorstandsmitglied Axel Jütz (links) am Montag zur Bilanzpressekonferenz der Stadtsparkasse mit.

Wuppertal. „Wir haben die Krise viel besser überwunden als erwartet und in 2011 wird es weiter aufwärts gehen.“ Peter Vaupel, Vorstandschef der Stadtsparkasse, blickte bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. 2010 sei das Jahr der positiven Überraschungen gewesen, die Wirtschaft habe sich schnell erholt, die Sparkasse sei weiter gewachsen.

Obwohl die Bevölkerung zurückgegangen ist, hat die Sparkasse 1500 neue Kunden gewonnen. Gleichzeitig ist die Bilanzsumme um 108 Millionen angestiegen, das heißt die Stadtsparkasse hat fast 6,4 Milliarden Euro umgesetzt. Das erfolgreiche Ergebnis begründete Peter Vaupel auch mit der regionalen Verankerung des Finanzinstituts. „Wir machen Geschäfte mit Menschen, die wir kennen.“

2,9 Millionen Euro zahlt die Sparkasse an die Stadt

Insgesamt sei die Stimmung in Wuppertal positiv - viel besser als viele Städterankings behaupten würden: Die Arbeitslosenquote ist auf 10,7 Prozent gesunken. Die Zahl der Firmenpleiten ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent zurück. Die Unternehmen waren lange nicht so liquide wie 2010, so dass weniger Kredite nachgefragt wurden.

Gleichzeitig wird im Tal wieder kräftig investiert: Rund 40 Prozent der Wuppertaler Unternehmen planen größere Anschaffungen für 2011, so die Sparkasse. „Wo es eine Kreditnachfrage gibt, helfen wir. Es gibt keine Kreditklemme“, sagte der Sparkassenchef.

Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes hat die Stadtsparkasse im vergangenen Jahr rund drei Millionen Euro an die Stadt abgeführt, 2011 werden es voraussichtlich 2,9 Millionen werden. Als Reaktion auf die Finanzkrise kommen außerdem erhebliche europa- wie deutschlandweite Bankabgabenauf die Sparkasse zu. In diesem Zusammenhang versprach Vaupel, dass die Vereine in der Stadt weiter auf die Sparkasse zählen können. Rund drei Millionen Euro fließen in soziale Projekte.

Die Sparkasse hat 252 000 Kunden und erreicht damit bei Firmen wie bei Privaten einen Marktanteil von rund 60 Prozent.

Das Finanzinstitut hat 34 Geschäftsstellen und ist in allen Stadtteilen vertreten. 2010 wurden alle Filialen renoviert. Im Oktober bekam das Sparkassen-Hochhaus eine neue Leuchtwerbung in 75 Metern Höhe.

Die Sparkasse hat 1500 Neukunden. Die Gesamtersparnis stieg um 252 Millionen Euro, das Kreditgeschäft wuchs um 97 Millionen Euro und die Bilanzsumme um 108 Millionen.

Die Sparkassen in NRW sind zu über 50 Prozent an der Landesbanken beteiligt. Nach den gescheiterten Fusionsgesprächen mit der BayernLB hofft Peter Vaupel auf eine Konsolidierung innerhalb der Landesbanken. Im Februar soll es ein neues Konzept geben.

Zur finanziellen Situation der Stadt fand Peter Vaupel klare Worte: „Im vergangenen Jahr hat Wuppertal für den sozialen Bereich rund 50 Prozent mehr ausgegeben. Der Bund hat sich zu Lasten der Kommunen entlastet. Jetzt muss der Bund die Kommunen unterstützen.“

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