Einzelhändler und Kunden zeigen sich zufrieden mit dem Schlussverkauf – die Auswahl ist groß.

Einzelhändler und Kunden zeigen sich zufrieden mit dem Schlussverkauf – die Auswahl ist groß.
Allerorten in der Stadt werden dieser Tage Sonderangebote offeriert – oft lohnt sich dennoch der Vergleich. Archiv

Allerorten in der Stadt werden dieser Tage Sonderangebote offeriert – oft lohnt sich dennoch der Vergleich. Archiv

Sergej Lepke

Allerorten in der Stadt werden dieser Tage Sonderangebote offeriert – oft lohnt sich dennoch der Vergleich. Archiv

Wuppertal. Die Temperaturen sind überwiegend mild – jedenfalls für die Jahreszeit – und von Schnee und Eis ist weit und breit nichts zu sehen: Keine guten Voraussetzungen für den Winterschlussverkauf, der derzeit in seine letzte Phase geht.

Wie sehen Einzelhändler den bisherigen Verlauf, und wie gehen die Kunden mit den „unwinterlichen“ Temperaturen um? Sind die Kleiderständer mit den dicken Jacken und die Regale mit den warmen Pullovern noch voll? Was geschieht nach dem Schlussverkauf mit der übrig gebliebenen Winterkleidung?

Diesen Fragen gingen wir nach. Angelika Finkernagel, Leiterin der hiesigen Niederlassung von Galeria Kaufhof, wirkt ganz entspannt: „Wir sind zufrieden mit dem Schlussverkauf, der ja direkt nach Weihnachten schon angefangen hat. Zum Glück gab es ja vor 14 Tagen einen Wintereinbruch. Da bekam die warme Kleidung plötzlich Beine, sodass es jetzt nur noch in die finale Phase geht. Ich bin ziemlich sicher, dass wir keine Restpostern mehr haben werden, zumal man sich derzeit bei uns für rund 100 Euro schon ansprechend einkleiden kann, inklusive Schuhe.“

Auch Manfred Schultz, der Inhaber vom Herren-Bekleidungshaus „Hosen König“ in der Barmer Concordienstraße sieht keinen Anlass zum Klagen: „Seit zwei, drei Jahren haben wir doch schon relativ warme Winter, und wir haben uns darauf eingestellt, vorwiegend Kleidung anzubieten, die man im Herbst, Winter und dem ersten Frühlingsmonat tragen kann. Einige warme Winterjacken blieben natürlich hängen. Aber das ist kein großes Problem, weil ich mit den Herstellern vereinbart habe, dass sie die nicht verkaufte Waren zurück nehmen.“ Ilka Held, Mitinhaberin der Boutique „17 und wir“ an der Friedrich-Ebert-Straße, hatte wegen der vergangenen milden Winter gleich mit Augenmaß eingekauft: „Deshalb mussten wir auch wenig wärmende Kleidung in den Schlussverkauf geben“, ist ihr Resümee.

Zufrieden mit dem Verlauf des Saisonverkaufs ist man auch bei Peek & Cloppenburg, wo Isabell Schöne aus der Unternehmenskommunikation erklärt: „Nach einem belebten Geschäft im Dezember war es zunächst ruhig, bis dann Mitte Januar weibliche und männliche Kunden wieder Interesse für reduzierte wärmende Kleidung entdeckten. Nicht verkaufte zeitlose und klassische Modell lagern wir ein, vereinzelte Restbestände werden aber auch an die Lieferanten zurückgegeben.“ Die Käuferinnen und Käufer sehen in dem Winterschlussverkauf eine Art nachweihnachtliche zweite Bescherung, bei der man sich die Geschenke selbst aussuchen kann. So Kundin Ulrike Brändle, die berichtet, dass sie Winterjacke, Hose und Pulli für 50 Prozent des ursprünglichen Preises erstanden hat. „Angesichts des milden Winters war in diesem Jahr alles besonders günstig.“ „Sehen Sie hier den warmen Schal, der ist von 36 auf 25 Euro herunter gesetzt gewesen“, freut sich auch Bernd Swillims über sein Schnäppchen.

„Schauen Sie sich doch diese Angebote an. Das ist einfach klasse. Aber ich kaufe auch Ware zum regulären Preis.“ Michael Busch

 

„Mein Mann und ich haben Wintergarderobe mit 40 Prozent Nachlass gesehen und gleich gekauft.“ Kati Jaksic

 

„Eigentlich brauche ich ja nichts. Aber wenn ich etwas besonders Günstiges sehe, schlage ich natürlich zu.“ Petra Hoppe

Petra Hoppe ist noch unschlüssig: „Eigentlich braucht man ja nichts, aber wenn mir da etwas besonders Günstiges gefällt, dann schlage ich natürlich zu.“ „40 Prozent waren die die Wintersachen herunter gesetzt. Das haben mein Mann und ich natürlich ausgenutzt“, macht auch Kati Jaksic einen zufriedenen Eindruck, und Michael Busch steht in der Galeria Kaufhof mit glänzenden Augen: „Wenn man diese Angebote sieht. Das ist doch einfach Klasse.“

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