Das Konzept des Talkontors ist vielen Kunden unklar.

Das Konzept des Talkontors ist vielen Kunden unklar.
Diana Krämer ist eine der Mitarbeiterinnen im Talkontor.

Diana Krämer ist eine der Mitarbeiterinnen im Talkontor.

Anna Schwartz

Diana Krämer ist eine der Mitarbeiterinnen im Talkontor.

Elberfeld. Ein älteres Pärchen kommt am Montagnachmittag in das Talkontor, das Schaufenster zur Online-City, und schaut sich die Fototapeten mit historischen Motiven an. Die kommen von Tapetenprinz und sind Teil des Ladens in der Rathaus-Galerie. Aber ob die beiden das wissen, bleibt unklar. Kaufen werden sie jedenfalls nichts.

Das Talkontor, als Schaufenster zum Internetshop der Online-City, hat am 12. September eröffnet. Nach einem Monat zieht die Projektleiterin Christiane ten Eicken eine gemischte Bilanz. Einerseits werde das Geschäft gut angenommen, andererseits räumt sie ein, dass der Laden nicht wirtschaftlich sei. „Wir buttern im Moment rein“, sagt sie. „Um rentabel zu sein, bräuchten wir mehr Fläche, die wir an die Händler weitervermieten könnten.“ Knapp 25 Euro zahlen die teilnehmenden Einzelhändler pro Quadratmeter, den sie im Laden nutzen, inklusive der Nebenkosten, der Lagernutzung und des Personals. Ein „Rundum-sorglos-Paket“, nennt das ten Eicken. Aktuell stellen elf Händler auf der Ladenfläche im Talkontor aus, sagt die Mitarbeiterin Diana Krämer. Anfangs waren es zwölf. Dafür seien zuletzt drei neue Händler zum Online-Shop hinzugekommen, sagt ten Eicken. Sie führt das auf den Laden zurück: „Es ist ein Vorteil, dass die Online-City zum Anfassen da ist.“

Krämer erzählt, dass an manchen Tagen bis zu 130 Menschen in den Laden kämen – an anderen aber nur 30. Einige davon würden das Konzept nicht verstehen. „Viele denken, dass man hier nur bestellte Ware abholen kann.“ Für ten Eicken ist das kein Beinbruch. Es brauche eben Zeit, bis man sehe, ob das Konzept funktioniere.

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