Der Familienbetrieb unterhält sechs Baustoffhandlungen im Bergischen. Im Jubiläumsjahr soll der Umsatz auf 35 Millionen steigen.

Der Familienbetrieb unterhält sechs Baustoffhandlungen im Bergischen. Im Jubiläumsjahr soll der Umsatz auf 35 Millionen steigen.
Jürgen Gadder (Mitte) teilt sich die Geschäftsführung mit seinen Söhnen Philipp (l.) und Christian Gadder.

Jürgen Gadder (Mitte) teilt sich die Geschäftsführung mit seinen Söhnen Philipp (l.) und Christian Gadder.

Stefan Fries

Jürgen Gadder (Mitte) teilt sich die Geschäftsführung mit seinen Söhnen Philipp (l.) und Christian Gadder.

Wuppertal. Wie man „Baustoffhändler“ buchstabiert, das hat sich der älteste Enkel von Jürgen Gadder schon in der Grundschule gefragt. Beim Thema Berufswunsch musste der heute Zwölfjährige automatisch an seinen Großvater denken. Der erzählt gerne, wie er selbst im elterlichen Betrieb aufwuchs, nicht in den Kindergarten ging, sondern in die Firma mitgenommen wurde. Das prägt: Der Baustoffspezialist Schade + Sohn ist in vierter und fünfter Generation in Familienhand.

Seit 2012 teilt sich Jürgen Gadder (67) die Geschäftsführung mit seinen Söhnen Christian (37) und Philipp (34). Ob einer oder mehrere der drei Enkel ihrem Vorbild folgen, ist also kein drängendes Thema. Klar ist aber: Die sechste Generation würde in eine der führenden Baustoffhandlungen in der Region eintreten mit Standorten in Wuppertal (2), Solingen, Remscheid, Velbert und Schwelm.

Zu 70 Prozent gewerbliche Kunden

Im Jubiläumsjahr will Schade + Sohn den Umsatz von 34 auf 35 Millionen Euro steigern. „Man merkt, dass der Hochbau in den vergangenen Jahren zugenommen hat“, sagt Jürgen Gadder. „Standard ist immer noch das herkömmliche Bauen, obwohl es seit den 90er Jahren mehr in Richtung Fertigteile geht.“ Aber auch Tiefbauer tragen kräftig zum Umsatz bei – zuletzt beispielsweise durch die Arbeiten am Döppersberg. Schade + Sohn bietet die ganze Palette für Neubau und Renovierung an. Am Hauptsitz in Sonnborn, mit 12 000 Quadratmetern Fläche der größte Standort neben Velbert, finden aber auch Garten- und Landschaftsbauer alles Nötige. Und ein Ofenhaus gehört ebenfalls zur Gruppe.

Zu etwa 70 Prozent sind es gewerbliche Kunden, die von den rund 110 Mitarbeitern betreut werden. Für fünf Prozent vom Umsatz sorgen Kommunen, für den Rest Privatleute, „die Wert auf Qualität und gute Beratung legen“. Aufträge kommen auch von der Rheinschiene.

In weitere Standorte investieren wollen Jürgen Gadder und seine Söhne zurzeit aber nicht. Schon heute machen Staus die Anlieferung an Baustellen immer langwieriger. „Außerdem wird es immer schwieriger, einen vernünftig ausgebildeten Kraftfahrer zu finden“, erläutert der geschäftsführende Gesellschafter. „Das ist aber der einzige Personalengpass.“ Kaufleute und Fachlageristen bildet Schade + Sohn selbst aus; etwa jeder zehnte Mitarbeiter ist Lehrling.

Jubiläumsfeier im Frühling oder Sommer

Gefeiert wird das Jubiläum mit den Mitarbeitern im Frühjahr oder Sommer. Dann wird es auch die eine oder andere Aktion für Kunden geben. Jürgen Gadder, seit 1997 (gerade wiedergewähltes) Mitglied der IHK-Vollversammlung und seit 1998 ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Wuppertal, will sich auch weiter sozial engagieren. Der Diplom-Betriebswirt und -Kaufmann gehört unter anderem zum Beirat der Wuppertaler Tafel, unterstützt den Zoo und fördert Sportvereine.

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