Hygrometer misst Raumluftfeuchte. Auch Dämmung ist wichtig.

Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: hässliche dunkle Flecken. Sie sind oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden. „Im Winter sind die Innenoberflächen der Außenwände vieler Häuser und Wohnungen kalt“, sagt Stefan Bürk von der Verbraucherzentrale NRW (Archivfoto: Andreas Fischer). „Denn dort kühlt sich schnell die warme Raumluft ab. Mit sinkender Temperatur kann die Luftfeuchte stark ansteigen.“ An diesen kalten Stellen finden Schimmelpilze ideale Wachstumsbedingungen vor – auch wenn keine Feuchtigkeit fühlbar oder Kondenswasser sichtbar ist.

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmel heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein Hygrometer, welches die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich.

Verbrauchertipp

Es zeigt in Prozent an, wenn zu viel Wasser in der Luft ist. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur, die nicht unter 16 Grad Celsius liegen sollte, hängen ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. So wird eine relative Luftfeuchte von 60 Prozent bei einem gut gedämmten Gebäude nicht so schnell ein Problem, während bei schlechter Gebäudedämmung an kalten Tagen 40 Prozent zu viel sein können.

Je besser die Dämmung, umso geringer ist daher das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen. Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?

Aus Sicht der Verbraucherzentrale unbedingt ein Fall für Fachleute: Nur wenn die Ursache bekannt ist, können kleine und oberflächliche Schimmelschäden in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollten Experten ans Werk gehen und unbedingt auch die Schadensursache klären, ansonsten kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder. Bei großflächigem Befall können nur qualifizierte Fachleute so sanieren, dass auch die gesundheitsschädlichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden. Die Verbraucherzentrale in Wuppertal bietet eine „Feuchtediagnose vor Ort“ an. Eine telefonische Beratung oder ein Gespräch in der Beratungsstelle Wuppertal an der Schloßbleiche sind ebenfalls möglich. Terminvereinbarungen unter Telefon 69375806 oder im Internet unter

verbraucherzentrale.nrw/ energieberatung

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