Prämiert: Das Haus an der Sophienstraße.
Prämiert: Das Haus an der Sophienstraße.

Prämiert: Das Haus an der Sophienstraße.

Andreas Fischer

Prämiert: Das Haus an der Sophienstraße.

Elberfeld. Der Landespreis zum Thema "Energieeffizientes Bauen für die Zukunft" ist ganz neu. Am Montag hat Wirtschaftsministerin Christa Thoben ihn erstmals verliehen - und eines der ausgezeichneten Projekte steht mitten in Elberfeld:

Für die Sanierung des mehr als 120 Jahre alten Mehrfamilienhauses an der Sophienstraße 5a ging der Preis an das Wuppertaler Architekten-Büro Kaufmann und Schacht. Nach dem Einzug in das Anfang des Jahres 2007 fertig sanierten Haus zahlen die Mieter für die Heizung nur noch 46 Cent je Quadratmeter. Das entspricht nach Angaben von Anja Schacht einer Entlastung von 66 Prozent. Möglich wurde das unter anderem durch den Einbau einer Pelletheizung, einer 14 Zentimeter starken Dämmung, Wärmeschutzverglasung und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Das Haus an der Sophienstraße, von der Energieagentur NRW auch schon einmal zum Projekt des Monats auserkoren, verfügt bei einer Wohnfläche von rund 650 Quadratmetern über fünf Etagen und fünf Wohneinheiten. Bevor die Sanierung begann, stand das Haus übrigens fast leer. Noch vor Ende der Umbauarbeiten waren dann alle Räume vermietet. Die Architekten haben das Haus zusätzlich aufgewertet, indem sie etwa zehn Quadratmeter große Balkone am Haus installierten.

Das Land hat jetzt zwölf Projekte ausgezeichnet und jedes mit 5000 Euro prämiert. Dazu gehört auch die Sanierung der Remscheider Entsorgungsbetriebe. Daran beteiligt war aus Wuppertal das Büro "Architektur Contor Müller Schlüter". Bei der Preisverleihung hieß es, "energieeffizient zu bauen, ist momentan das aktuellste und wichtigste Thema überhaupt".

Nach Angaben von Anja Schacht und Matthias Kaufmann hätte die Energie-Bilanz des Hauses an der Sophienstraße noch deutlich besser ausfallen können. Denn das Wuppertaler Denkmalamt habe zwar viele Maßnahmen mitgetragen, das Anbringen von Sonnenkollektoren auf dem Dach jedoch nicht genehmigt. Dabei wären diese Kollektoren nur aus der Vogelperspektive sichtbar gewesen. Die obere Denkmalbehörde beim Land hat zudem verboten, die Fassaden zu dämmen. Für dieses Vorhaben gab es bereits die Bürgschaft einer originalgetreuen Wiederherstellung.

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